<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-24:/</id><title>Strategien gegen Vernunft</title><link rel="self" href="http://blixavsfleming.blog.de/feed/atom/posts/"/><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/"/><generator version="1.0">MokoFeed</generator><updated>2013-05-24T20:51:46+02:00</updated><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-24:/2013/05/24/unklug-16051782/</id><title>Unklug</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/24/unklug-16051782/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-24T16:20:22+02:00</published><updated>2013-05-24T16:20:22+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Ich kann das ja nicht. In den richtigen Momenten das Richtige sagen, kausallogisch zu reagieren. Gerade in der Arbeit. Das liegt daran, dass wir alle unsere eigene, subjektive Kausalität erlernt haben, die man eben nicht objektiv auf jeden Moment und jede Person herunter brechen kann. So viel zu den Göttern der Psychologie und der Verhaltensforschung…&lt;br&gt;
Meine Arbeitskollegen hätten in dem Moment bestimmt anders reagiert, als der Meister sie um einen persönlichen Gefallen gebeten hat. Sie hätten keine „Fresse gezogen“, sondern hätten das nur freundlich und berechnend abgenickt, um später (in welcher Form auch immer) die Lorbeeren zu kassieren. Ich muss bei persönlichen Gefallen für den Chef gleich an die Klischees aus der Lehre denken, an Situationen, die ich nie erlebt habe, die mir jedoch durch das ständig wiederholte Mantra der Geläufigkeit im Kopf verblieben sind: Wie man als Lehrling das Auto des Chefs gewaschen hat. Wie man den Rasen des Boss gemäht hat. Nein. Das ist nie passiert. Aber daran musste ich denken.&lt;br&gt;
Zudem dachte ich mir natürlich das, was sich jeder denkt der in der Arbeit unter Strom steht (ganz egal, ob dieses Stromgefühl wahr oder eingebildet ist): Was soll ich denn sonst noch ALLES machen? Wahr ist natürlich, dass man als Arbeitssklave oft das Gefühl hat, dass Arbeit nur noch zu einem selbst delegiert und abgeladen wird, während „der Mensch, der die Verantwortung trägt“ immer fauler wird. Also reagierte ich pampig, aber bejahend. Die Dümmste aller möglichen Reaktion, da sie mir am wenigstens weiterhilft. Kein ganzes Ja, ein kleines Nein also. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wäre ich klüger hätte ich mein nettes „Ja-gern-aber-ich-muss-das-ja-nicht“-Lächeln aufgesetzt und hätte die Arbeit nebenher erledigt (so wild war es nicht), doch so  clever bin ich nicht. Und damit bin ich nicht allein. Ich glaube, wir könnten alle bessere Jobs haben, bessere Chancen, mehr Erfolg, Ruhm und Achtung, wenn wir über diesen kleinen inneren Schweinehund, diesen Schatten Titels „Charakter und Persönlichkeit“ springen könnten. Es wäre bestimmt besser für uns, für das Arbeitsklima und erst Recht für den Chef. Aber wir können es nicht. Und wir wollen es nicht. Weil wir gelernt haben, dass das ewige Ja zum Ja uns eher geschadet, als genutzt hat. Wir haben die Erfahrung gemacht, ausgebeutet zu werden, was uns misstrauisch werden ließ, ganz gleich (siehe oben) ob diese Ausbeuten wirklich real gewesen ist oder nur Einbildung. Es ist Teil unserer Kausalität geworden, nicht „richtig in den richtigen Momenten“ zu interagieren. Das ist schade. Dadurch gehören wir zu den Menschen, die „sich selbst im Weg stehen“. Die lieber mal die Klappe halten sollten…&lt;br&gt;
Dabei ist es doch sehr löblich, man selbst zu sein, Unruhe zu stiften und nicht alles ab zu nicken, denn auch wenn man zwar seiner Karriere im Weg steht, heißt das ja auf der anderen Seite, seinen eigenen Weg zu gehen. Was ich damit eigentlich sagen will, ist, dass mir Menschen viel lieber sind, die sich aus Ehrlichkeit manche Wege verbauen, als Arschkriecher zu sein. Ich meine das nicht nur, weil ich mich in dieser Gruppe sehe, sondern durchaus auch deswegen, weil jeder einmal das Getriebe geschmiert hat. Aber es sollte Punkte geben, die nicht überschritten werden sollten. Und das hat mit der eigenen Kausalität zu tun, mit dieser ominösen Würde, die eigentlich unantastbar sein sollte. Würde… Ist das nicht der eigene Erfahrungsschatz, die eigene Kausalität? Ist das nicht dieses „Wir-Selbst“, dass uns diese Werbeagenturen im Hinblick auf größere Verkaufszahlen auf die Fahnen dieser Zeit geschrieben hat?... Es ist eine Mischung aus Charakter und Egoismus und ich weiß nicht ob das gut oder schlecht ist. Ich weiß nur, dass es (was mich angeht) einfach nur wahr ist. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu deinen Worten. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu deinen Taten. Achte auf deine Taten, denn sie werden zu deinem Charakter“, heißt es in der Serie „Im Angesicht des Verbrechens“. Das ist wohl wahr. Aber es ist auch richtig, das gerade die Unachtsamkeiten unseres bereits ausgebildeten Charakters uns aus machen. Dafür sollten wir uns nicht schämen. Wir sollten es auch nicht ändern, wie es die „Ratgeber-Kultur“ fordert. Wir sollten es kultivieren und auf unsere Zotigkeiten stolz sein. Wenn schon „Versager“, dann mit Überzeugung. Denn lieber Versager, als Ja-Sager.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/24/unklug-16051782/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-20:/2013/05/20/pfingstakademie-2013-aussenseiter-bericht-16033545/</id><title>Pfingstakademie 2013 - ein Außenseiter-Bericht</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/20/pfingstakademie-2013-aussenseiter-bericht-16033545/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-20T15:02:29+02:00</published><updated>2013-05-22T19:04:34+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Die Pfingstakademie wird von den sogenannten „CDElern“ besucht – d.h. „Club der Ehemaligen (Akademieteilnehmern)"; kurz: So etwas wie der Club der Hochbegabten (Akademien werden jedes Jahr neben dem Schulbereich abgehalten – in den Ferien – wo die besten Schüler einer Jahrgangsstufe von der Schule vorgeschlagen und dorthin entsandt werden. Dies ist also  ein Ehemaligentreffen, welches der Akademie aber sehr nahekommen soll; nehmt es mir nicht übel wenn die Beschreibung nicht astrein und im Detail exakt ist – für das Verständnis aber sollte es reichen…). Wie jetzt? Hochbegabt? Du? Fleming? Hochbegabt? Na ja.. Ich natürlich nicht.&lt;br&gt;
Meine Freundin hatte mich dazu  eingeladen und da ich ohnehin an Pfingsten &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2012/05/28/hoffnung-deutschland-festival-13759803/"&gt;in den letzten Jahren gern auf Gruppenevents&lt;/a&gt; war, willigte ich ein. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es ist jetzt schwer den richtigen Ton zu treffen, weil die Akademie nichts für mich war und ist. Ich will die Veranstaltung jetzt nicht generell und genervt herunter schreiben, nur weil ich damit nicht warm wurde. Das wäre unfair, denn diese Akademien sind auch nicht für „Menschen wie mich gemacht“; „Menschen wie mich?“ Jaja, ich weiß wie das klingt, dabei meine ich aber eher, dass man solche Veranstaltungen wohl eher mag, wenn man nie wirklich aus dem Schulsystem ausgestiegen ist und damit gern aufwuchs. Damit meine ich nicht nur das „System Schule“, sondern auch den „Typ Schüler“, der eben sehr gern zur Schule ging, so sehr sogar, dass es diese Art von melancholischen Nachtreffen gibt.&lt;br&gt;
Ich habe mir bevor ich losgefahren bin, geschworen die Wörter „Streber“ und „Nerds“ hier im Rückblick nicht zu verwenden, da sie ein Klischee bedienen und man automatisch an die Typen von früher denken muss, die verdammt gewitzt waren, aber eher Außenseiter. Nun. Lassen wir diesen Außenseiter-Aspekt mal weg und dann passt das schon etwas mit „Nerds“, wobei ich das eher liebevoll meine: Auf die verschroben sympathische Art. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich mochte die Menschen dort und will sie jetzt nicht denunzieren, aber so ist das jetzt auch nicht gemeint, da sich die Menschen dort wohlfühlen, wie sie nun einmal sind und es gerade deswegen gibt es ja solche Veranstaltungen (wie es im Prinzip bei jeder Veranstaltung ist): Sie sprechen eine bestimmte Zielgruppe an.&lt;br&gt;
Diese Zielgruppe sieht von außen betrachtet etwa so aus, als wäre sie mit 13 Jahren stehen geblieben. Die Männer sehen aus wie Jungs, die Frauen aus wie Mädchen, die wie Frauen aussehen würden, würden sie einen Wert auf die Schminkerei legen. Und halt! Jetzt bitte keine Vorurteile (wobei ich die auch im Kopf hatte, weil hin und wieder trafen sie auch zu) von wegen Mauerblümchen und „steht neben dem Leben“ oder so ein Quatsch. Man sollte, nein man muss akzeptieren, dass die Menschen dort so sein wollen, wie sie sind. Eigentlich finde ich es ganz gut, dass sich dort nicht den gesamtgesellschaftlichen Normen unterworfen wird, und man eben nicht so auftreten will, um ein gewisses männliches/weibliches Rollen-Klischee zu erfüllen. Aber. Es springt einem natürlich auch ins Auge.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Akademie dauerte von Freitag bis Montagmorgen und wer sich jetzt ein feuchtlustiges Wochenende darunter vorstellt, denkt falsch. Mit ner Bierflasche in der Hand herum zu laufen bringt einem Blicke ein, als hätte man keine Hose an. Wie in dem nicht gerade populären Simpsons-Zitat: „Alkohol ist der Nektar der Dummen“. Im Gegensatz zu Alkohol, beschäftigen sich die Hochbegabten mit allen möglichen normalen Dingen (da konnte zum Beispiel jeder jonglieren… Räusper…), wobei aber wieder einmal (recht menschlich eigentlich) sehr viel Wert darauf gelegt wurde, eben nicht „normal“ zu sein – schon komisch dass der Mensch sich auf der einen Seite für sehr extravagant, aber auch normal hält (da jeder sein eigener Standard ist), was ihn am Ende nur sehr gewöhnlich macht…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im Vorfeld muss man Kurse wählen, die dann an verschiedenen Orten abgehalten werden, sei es zu (wie bei mir) „Psychischen Störungen“, „Wahlkampf“, „der perfekte Kaffee“, „Magnetismus“, Philosophie oder auch Sportliches wie „Jugger“. Da setzt man sich dann zusammen, diskutiert darüber, hält Referate und am Sonntag gibt es dann eine große Schau, wo jeder „Club“ seine Erkenntnisse vorstellt.&lt;br&gt;
Ich. Der ich nie ein begeisterter Schüler war, kam mir vor wie in der verkehrten Welt. Das sind also Menschen, die freiwillig Referate halten, Dokumentationen über die Kurse schreiben und denen es Spaß macht ihre Erkenntnisse an andere weiterzugeben (was irgendwie die Prüfung ersetzt). Ich. Hasste Zeit meines Lebens Referate zu machen und hier überboten sich die Leute damit, wer das längere und umfangreichere Thema mit noch mehr Folien und Kreativität vortragen konnte – tut mir leid, das war auf der einen Seite wirklich abstoßend, weil ich mir natürlich (altes Techno- und Suffschlachtross) anders vorgestellt hatte; versteht mich nicht falsch:&lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2011/06/14/hoffnung-deutschland-festival-11315890/"&gt; Von den Christen-Veranstaltungen&lt;/a&gt; aus den letzten Jahren wusste ich ungefähr, wohin die Reise geht, aber mit dieser alltäglichen, fast schon philosophischen Einstellung zum Lernen (quasi als Lebensinhalt) war ich als Autodidakt (haha &lt;img src="/img/smilies/graybigrazz.gif" alt=":P" class="middle" border="0"&gt; ) schon so etwas überfordert.&lt;br&gt;
Neben den Kursen gab es auch noch freiwillige Kurse (Sport, Spaß und Antifaschismus) und Eventabende, wo Standard getanzt wurde, aus Büchern vorgelesen wurde (woraus auch sonst?) bis hin „zum bunten Abend“, wo wie auf einer Schuljahresabschlussfeier musiziert, geschauspielert und getanzt wurde (was eher nicht hochbegabt war…)&lt;br&gt;
Leute…&lt;br&gt;
Das klingt jetzt etwas zu heftig, aber… Mir war das etwas zu viel an Schulmelancholie. Denn ich war ja froh das Ganze hinter mir zu haben. Dass es aber Menschen gibt, die so etwas lieben, dafür sollte man Verständnis haben, auch, wenn man es nicht ganz nachvollziehen kann (da das Leben nicht nur Schule ist und es doch auch so sein sollte, dass die Schule endet).&lt;br&gt;
Es war mir einfach in der Masse der Leute zu heftig. Diese Gutmenschentum, das Bildungsbürgerliche, welches etwas in einer heilen Welt lebt und trotz ihrer Bildung und ihres bestimmt hohen IQs, etwas naiv daher kommt. Etwas kindlich und damit ziemlich strange. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber (das große ABER): Die Menschen dort (wenn man sie einzeln vor sich hat), sind größtenteils einfach nur nett. Etwas verschroben und gestochen in ihren Ausdrücken und Gesprächsthemen, aber auch gute Gesprächspartner, mit denen man die Zeit verquatschen kann. Auch innerhalb solcher Gruppen gibt es natürlich verschiedene Abstufungen (die Nerds unter den Nerds, oder die Coolen unter den Nerds), mit denen man als Normalprolet wie ich, eher besser oder schlechter kann. Da es mir an Selbstvertrauen nicht fehlt (und da ich auf meine Art auch ein neugieriger Mensch bin), hatte ich kein Problem mich dort zu bewegen und diese Art von Gruppe in ihrer geballten Form kennen zu lernen – war aber auch froh bald wieder weg zu sein.&lt;br&gt;
Es war eine gute Erfahrung, aber ich bin 32 Jahre alt, seit dem Nachholen meines Fach-ABIs ist es auch schon 9 Jahre her und ich habe einfach keinen Bock mehr darauf theoretisch Themen vorzubereiten um dann darüber Auskunft zu geben. Denn ich musste letzte Woche richtig arbeiten, morgen geht´s auch wieder richtig ran, da hat man weder die Lust auf so was, noch versteht man den Sinn, dass man so etwas freiwillig macht. Mir steht eher der Sinn nach Entspannung am Wochenende – und wer sich am Wochenende auch noch in die Schule setzt, der muss für mich entweder ein Ziel haben (also eine Ausbildung oder so etwas abzuschließen) oder der hat schlicht und ergreifend keine stressige Arbeit unter der Woche (wobei ich auch finde, dass derjenige der nach der Arbeit ins Fitness-Studio geht, auch nicht richtig arbeitet &lt;img src="/img/smilies/graybigrazz.gif" alt=":P" class="middle" border="0"&gt; ).&lt;br&gt;
Mich selbst halte ich eher für einen praktischen Menschen, der nicht in einem heilen Mikrokosmos lebt und manchmal erschienen mir die Menschen wirklich so etwas wie sture Theoretiker zu sein; ich musste an das Beispiel denken, wie man einem Menschen erklärt, der noch nie Schnee gesehen hat, und dem man vermitteln will, wie er so ist. Man könnte den Schnee nun definieren. Die Dichte. Fallgeschwindigkeit. Luftdruck. Jahreszeiten. Die Temperatur und dass man sich in der Zeit eine Jacke anziehen muss – wie es sich aber anfühlt im Schneefall zu stehen, das kann man nicht vermitteln, auch nicht aus Büchern lernen.&lt;br&gt;
„Hochbegabt heißt nicht hochintelligent“, dachte ich mir, aber ganz so einfach ist das Ganze nicht. Denn wenn man mit den „Nerds“ in das Gespräch kam, stellte man fest, dass sie durchaus fest im Leben stehen, manchmal sogar die Welt bereist haben. Es ist wie immer mit den Klischees: In der Masse und im Schnitt mögen sie zutreffen, im Detail verschwinden sie aber. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das „Resort Eisenberg“ ist nebenbei wie gemacht für solche Veranstaltungen. In Hessen gelegen, schön auf einem Bergchen, kann man dort super Urlaub machen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wahrscheinlich werde ich nie wieder zu einer Akademie gehen. Nicht weil es ein menschliches Desaster war (ich könnte mit denen bestimmt warm werden), sondern weil mir die Konventionen nicht gefallen und mir das einfach fremd ist. „Jeder wie er will“, sage ich ja sogar: „Die Meisten aber nur, wie sie können.“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130517_185508/7043291" title="20130517_185508"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/291/7043291_888d75fb32_m.jpeg" alt="20130517_185508"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
(schlafen)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130517_202355/7043292" title="20130517_202355"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/292/7043292_49c9ec78c8_m.jpeg" alt="20130517_202355"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
(Plenum)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130518_134536/7043293" title="20130518_134536"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/293/7043293_671005fca4_m.jpeg" alt="20130518_134536"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
(Landschaft)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130518_211746/7043294" title="20130518_211746"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/294/7043294_11fcc562dd_m.jpeg" alt="20130518_211746"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
(auf Tuchfühlung gehen)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130519_154300/7043295" title="20130519_154300"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/295/7043295_6421d8aa64_m.jpeg" alt="20130519_154300"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
(Rotation)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130519_222616/7043296" title="20130519_222616"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/296/7043296_58cd9a39bf_m.jpeg" alt="20130519_222616"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bunter Abend&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/20/pfingstakademie-2013-aussenseiter-bericht-16033545/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-16:/2013/05/16/neue-daft-punk-album-random-access-memories-meinung-15997323/</id><title>Das neue Daft Punk Album  "Random Access Memories" - meine Meinung</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/16/neue-daft-punk-album-random-access-memories-meinung-15997323/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-16T18:58:09+02:00</published><updated>2013-05-16T19:15:34+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Ich habe es getan. Ich habe mich dem Bösen unterworfen und habe mir „I-Tunes“ installiert, um mir das neue Daft Punk Album anzuhören. Gott fühle ich mich schmutzig… Aber es ist: DAFT PUNK – after all &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt; Denn die Vorberichte machten nicht gerade Mut für Old-School-Fans, die ähnlich wie ich durch Daft Punk überhaupt zum Techno gekommen sind. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Für Technoheadz die nur auf „Umtz“ „Umtz“ stehen ist „Random Access Memories“ wirklich nichts. Aber für jemanden, der mit den Daft Punk Alben aufgewachsen ist, ist das Album auf seine Art schon eine ziemlich logische Entwicklung. Nicht vom Sound her, sondern vom Anspruch an den Hörer, sich zu öffnen. Damit meine ich nicht nur die Daft Punk Alben an sich, sondern wie sich die elektronische Musik entwickelt hat, die ja auch schon seit Ewigkeiten weit weg ist von „Revolution 909“.&lt;br&gt;
„RAM“ klingt natürlich – wie angekündigt – sehr Disco und funky, aber ganz so schlimm wie mit „Get lucky“ zu befürchten war, ist das Album nicht. Es ist ein Daft Punk Album, das hört man durch und durch und zu einem puren Daft Punk Album gehört spätestens seit dem Zweitling „Discovery“ Stücke, die mir ehrlich gesagt zu… Na ja… Schwul klingen. Oder zu kindisch. Und auch „Human After All“ ist nicht ein einziges Hit-Album. Und in diesem Kosmos passt RAM sehr gut: Es gibt gute Stücke, Meisterwerke und eher so… Nicht so meins (sogar peinlich). Das finde ich okay. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich habe sehr hämische Kritiken gelesen, in denen es heißt, das Album klinge trotz dem ganzen Aufwand nicht sehr warm. Da hätten sich die „Roboter auf Identitätssuche“ (Spiegel) etwas verzockt. Also von Identitätssuche habe ich bei Daft Punk noch nie etwas gespürt, denn alle Alben klingen etwas anders – nur dieses halt krass anders und für viele bestimmt gewöhnungsbedürftig. Doch schon alleine wie das Ding produziert wurde (das haut mich selbst auf meinen Miniboxen um)… Und wie viel WÄRME die Tracks ausstrahlen… Das ist schon Hammer. Dabei ist das Ganze verdammt vielseitig und eben nicht nur Strandbar mäßig „get lucky“. Gerade „Giorgio by Moroder“, „Contact“ (das Ding für die Fans… und wie….) oder „Motherboard“ sind geniale Stücke, die auf der einen Art durch ihren klar strukturierten Minimalismus glänzen, während sie auf der anderen Seite vollgespickt sind mit Kinkerlitzchen und Switche. Das macht einfach Spaß und ist natürlich auf eine andere Art mutig von Daft Punk, die ewig Stücke wie „Derezzed“ (Tron Soundtrack) machen könnten und ihre Stammkundschaften zufriedenstellen würden (ähnlich wie Radiohead, die ihre Gitarren gegen elektronische Spielzeuge austauschten und nicht mehr „Britpop“ machen wollten und Aphex Twin nennen, wenn sie ein Vorbild nennen müssen).&lt;br&gt;
Dabei empfinde ich – fast natürlich – die Stücke ohne Sänger als die Stärksten, denn manches Musical-Gejaule ist wirklich schwer zu ertragen. Dabei hat sich „Get lucky“ bis jetzt schon mehr als eine halben Millionen Mal verkauft – weswegen andere den Stellenwert solcher (eindeutigen) Poplieder natürlich anders einschätzen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ja… Nein. RAM ist nicht das Album was ich mir gewünscht hätte, aber ein Album das mich vollkommen zufrieden stellt. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag:&lt;/strong&gt; Oh - ich hab den Captain Future Charme vergessen &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/16/neue-daft-punk-album-random-access-memories-meinung-15997323/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-15:/2013/05/15/assault-on-wall-street-2013-kompletter-film-15984686/</id><title>Assault on wall street 2013 kompletter Film</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/15/assault-on-wall-street-2013-kompletter-film-15984686/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-15T19:52:14+02:00</published><updated>2013-05-15T21:36:26+02:00</updated><content type="html">	




	&lt;p&gt;Umso mehr Leute Uwe Boll hassen, desto mehr mag ich ihn. "Schlechtester Regisseur" aller Zeiten hin oder her; "Rampage" war richtig gut (besonders Uwes Audio-Kommentar - die sind aber meistens geil) und "Postal" hat doch auch irgendwie wieder Spaß gemacht. "Blood Rayne" war (egal welcher Teil) unfreiwillig komisch, doch dafür sind Trash-Horrorfilme meiner Meinung nach erfunden worden und "Schwerter des Königs" (den ich immer als besser als "Herr der Ringe" bezeichne - ich mag diese großen Konsensfilme einfach nicht, die alle so abfeiern, ganz egal welche offensichtlichen Schwächen sie auch habe - meistens aber nur deswegen um HdR-Fanatiker zu ärgern) brachte endlich das ins Fantasy-Genre, was schon immer dazu gehört hat und dennoch fehlte: Ninjas. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Assault on Wall Street" werde ich jetzt das erste Mal sehen und im Vorfeld habe ich mich über die Bollsche Facebook-Freundschaft darüber informieren lassen. Es ist wieder ein als ernsterer Film gedachte Rache-Reißer, in dem ein Mann sich an den Wall-Street-Abzocker rächt und da mal kräftig aufräumt (ich habe den Film noch nicht gesehen, aber das so ungefähr denke ich nach dem Trailer) - und wer wollte das nicht von uns in den letzten Jahren? Na. Dann wollen wir doch mal sehen &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auch ein Boll-Film sollte eine faire Chance bekommen. Und. Wie gesagt. Rampage ist echt nicht von schlechten Eltern. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nach den ersten 30 Minuten&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Gefällt mir ganz gut, trotz einiger Verknappungen und Klischees kommt die ganze Story gut rüber und es fesselt sogar wirklich. Denn der Ärger mit dem Geld. Die Hilflosigkeit. Die gebrochenen Versprechungen. Die faden Ausreden. Die falsche geweckten Erwartungen.&lt;br&gt;
Das kommt jedem Geldanleger heutzutage doch bekannt vor.&lt;br&gt;
Schauspielerisch kann man auch nichts sagen. Der Film ist mit Hollywood-Darstellern besetzt, auch wenn sie von der B oder C-Liste sind. Na und? Die Performance kann man gut lassen - das habe ich bei Uwe schon seeehr viel schlechter gesehen. Irgendwie scheint er mehr "Liebe" investiert zu haben als in seinen bisherigen Streifen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nach einer Stunde&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Das Drama spitzt sich zu und ich bin wirklich erfreut darüber, dass nicht nur alles schwarz in schwarz gemalt und hin und wieder so etwas wie zwischenmenschliche Wärme aufflackert - wenn auch nur kurz. Natürlich fragt man sich beim ersten Sehen, warum er nicht, wenn er doch gerade im Geldtransport tätig ist, doch das macht Sinn... Und das mit der Schuldfrage kennt man ja aus "Sympathie for Mr Vengeance"...&lt;br&gt;
Es ist immer noch alles sehr ruhig und Uwe setzt nicht viel auf Effekte. Dennoch ist es nie langweilig (obwohl man natürlich - wenn man den Trailer gesehen hat - mehr Aktion erwartet hätte).&lt;br&gt;
Manches ist etwas hölzern, doch selbst das finde ich okay, da manche Menschen das einfach sind. Es ist eher unglaubwürdig, wenn Menschen sich benehmen wie Reaktionsmaschinen.&lt;br&gt;
Auch wenn es jetzt langsam mit den "komischen Zufällen" los geht, die so manche Story etwas ärgerlich machen...&lt;br&gt;
Bisher nichts Atemberaubendes - aber auch weit entfernt von einem wirklich schlechten Film. Bin gut unterhalten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nach Ende des Films&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Hauptfigur Jim die ganze Zeit beim scheinbar sinnlosen Herumstarren gefilmt wurde, so dass eindeutig das Gefühl der Nachdenklichkeit aufkam, auch wenn es keine großen Gefühlsausbrüche gibt. Ich denke wir alle sind im Kopf theatralischer, als in unserer Gestik.&lt;br&gt;
Assault on Wall Street ist KEIN purer Action-Film. Es ist ein Film mit Action-Elementen und somit ein Rache-Drama.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Leider hat Boll es versäumt die Gesellschaftskritik permanent aufrecht zu erhalten und driftet gegen Ende leider ins Unmoralische ab, weswegen "Assault on Wall Street" der bessere Titel ist als "Bailout - the age of greed"; zwar klang der alte Titel besser, aber er passt nicht ganz zum Film.&lt;br&gt;
Das Massaker am Schluss, ist schwer zu ertragen. Sieht man es als reine Action-Einlage, kann man noch ein Auge zudrücken, doch insgesamt werden da nun einmal unbewaffnete Leute abgeschlachtet, wie in jedem Schulmassaker auch. Natürlich geht es hier bei primär um Schuld, doch die Logik, dass keiner der Mitarbeiter unschuldig sein kann, greift natürlich nicht, ganz egal für was für ein Schweinesystem sie arbeiten (und wie viele Menschen verhungern müssen, wegen Spekulationen auf Lebensmittel usw. usf.) Es hätte wohl schon einiges ausgemacht, hätte Jim nicht diese lächelnde Maske auf  die dem Ganzen eine zu coole Attitüde verleiht. Und auch die Ansprache am Schluss entschuldigt nichts. Soll sie auf eine gewisse Art natürlich auch nicht. Es ist Auge um Auge. Zahn um Zahn. Es ist Kapitalismus. Ziemlich simpel herunter gebrochen.&lt;br&gt;
Manche mögen sich nach dem Film besser fühlen (befriedigt) - andere schlechter (angeekelt). &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf jeden Fall ist eines: Gute Unterhaltung. Nicht schlecht, Herr Boll. Auch wenn die letzten Sätze dann doch etwas zu viel sind &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/15/assault-on-wall-street-2013-kompletter-film-15984686/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-15:/2013/05/15/oliver-rath-gegenkultur-15983215/</id><title>Oliver Rath und Gegenkultur</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/15/oliver-rath-gegenkultur-15983215/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-15T17:28:24+02:00</published><updated>2013-05-15T17:32:25+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Bisher hatte ich „Oliver Rath“ auf Facebook abonniert – ich glaube, das wird sich langsam ändern.&lt;a href="http://www.rath-photografie.de/"&gt; Seine Bilder sprachen mich anfangs an&lt;/a&gt;, doch nach und nach, langsam, empfand ich dieses pseudohedonistisches Spaßgetue nur noch als nervig. Schöne Frauen, okay. Nette Ideen, stimmt schon. Aber die Philosophie, die dahinter steckt ist so aufgesetzt Hipster und Klischee-Berlin mäßig blöd, dass mir mit jeder neuen „Idee“ immer schlechter wird. Jedoch. Bisher habe ich das Abo noch nicht beendet. Ich. Rege mich ja nicht ungern auf. Zudem empfinde ich es als äußerst ratsam sich nicht nur mit Dingen zu umgeben, die man gut findet, denn im Ernstfall dann baut man sich dadurch eine sterile Parallelwelt auf, die einen abschottet und – wird auch nicht mehr überrascht, wenn man nur noch in der „Gefällt-mir“-Button-Welt lebt, während man alles andere ausblendet.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Richtig negativ überrascht wurde ich von folgendem Video, in dem die typischen Rath-Menschen wie die beiden Substanzlosen It-Girls Wilson Gonzales und Palina Rojinski verstreten sind (wobei mich eine von beiden wegen ihrem Aussehen angezogen hat, während mir bei der anderen richtig übel wird):&lt;/p&gt;
	




	&lt;p&gt;Ich weiß. Das Ganze soll lustig sein. Und womöglich bin ich zu alt für diesen Scheiß. Aber ich kann bei dem Video nicht zwischen Satire und Ernsthaftigkeit unterscheiden. Mir ist ja die Materie fremd. Und deswegen entgeht mir wahrscheinlich der Humor des Ganzen und ich nehme die Dinge zu ernst. Wobei ich den Tipp abgebe, dass nicht nur die zu Alten, sondern auch die zu Jungen solche Klipps (nicht nur der, sondern an sich) zu ernst nehmen. Denn wenn man Satire nicht als solche entschlüsselt, dann wird sie unweigerlich zur Wahrheit.&lt;br&gt;
Das ist auch so ein Punkt, den ich nicht verstanden habe. Also habe ich meinen Lehrling gefragt. (nicht meinen Donnerstag-Abend-Hip-Hop-Beauftragten)&lt;br&gt;
Ich: „Du hörst doch dieses Mc Fitti Zeug.“&lt;br&gt;
„Der heißt nicht MAC sondern Mmmm-Ciiii. Master of Ceremony.“&lt;br&gt;
„Oh. Hoppla… &lt;img src="/img/smilies/graylaugh.gif" alt=":))" class="middle" border="0"&gt; Auch egal. Aber ich versteh das Ganze nicht. Die meinen das doch nicht ernst?“&lt;br&gt;
„Klar meinen die das nicht ernst. Bist du blöd oder was?“&lt;br&gt;
„Ja… Ich weiß ja nicht. Ich habe ja auch auf Facebook den Kanal von Palina Rojinski abonniert. Und die stellt sich ja wirklich hin und sagt: Boah… Guckt mal geile Sneaker…“&lt;br&gt;
„Ja. Aber MC Fitti ist bloß Blödsinn. Das soll nur Spaß machen.“&lt;br&gt;
„Also Satire?“&lt;br&gt;
„Na ja. Wenn man so will… Einfach Quatsch machen und Spaß haben.“&lt;br&gt;
„Das verstehe ich ja noch, aber wenn man die GANZE Zeit nur Quatsch macht und die anderen Gangsta-Rapper und Proleten persifliert, dann gibt es doch am Ende gar keinen Unterschied mehr zwischen denen die man verarscht, und dir. Die Grenzen verschwimmen, weil die permanente Ironie aus der Persiflage die Wahrheit macht. Weil eben so Leute wie ich das ernst nehmen.“&lt;br&gt;
„Es. Ist. Aber. Nur. Spaß.“&lt;br&gt;
„Aber die machen doch nur Blödsinn und verarschen ihre Fans. Wer kauft denn das?“&lt;br&gt;
„Ich. Du musst ja nicht alles verstehen, alter Sack.“&lt;br&gt;
„Da hast du Recht. Mir ist es auch scheißegal, wer der Babo ist.“&lt;br&gt;
Da hat er dann gelacht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich kenne ja die Fotos meines Lehrlings (auch von Facebook), auf dem sie extra einen auf blöd machen, um sich dabei cool zu fühlen. Für mich ist das eine Spasti-Kultur, die sich über andere lustig macht, dabei aber auch das eigene Blödtun als Kultur entwickelt. Man wird also gespielt zum Spasti, weil man es cool findet so zu tun, der Spasti zu sein, um sich über sie lustig zu machen… Das verstehe ich ja. Irgendwie. Aber wenn ich mir die Fotos ansehe, dann sehe ich dabei keine Ironie, sondern nur Spasten. Die Ironie bleibt mir verschlossen. Dabei dieses ganzen Proletengehabe. Ironie hin oder her – aber am Ende werden die Proleten zu Stil-Ikonen erhoben. Eigentlich schon mehr als ironisch das Ganze…&lt;br&gt;
Na ja. Das sind wohl die Vorbilder von heute. Gangsta-Rapper und solche, die so tun als wären sie welche und auf Prolet machen. Der Prolet wird also zur Jugendbewegung stilisiert, während man veralbert… Ganz schön läbbisch. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So was haben wir im Techno/Proll-Bereich natürlich auch. Die berühmten HGich.T Die schon wieder „Kunst“ sein wollen&lt;/p&gt;
	




	




	&lt;p&gt;Nun. Entlarvende Aspekte gibt es in beiden Gegenbewegungen. Und bestimmt machen sie Spaß und treffen einen Nerv. Dennoch bleibe ich dabei, dass nicht jede Form von Satire zum Vorbild taugt, denn aus Satire kann recht schnell Ernst werden; wer weiß wie es mit dem Juden-Hass einmal angefangen hat? (Außer Neid und Geldverleihen und so).
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/15/oliver-rath-gegenkultur-15983215/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-13:/2013/05/13/text-nacht-161-technodeppen-15964751/</id><title>Der Text zur Nacht (161) Die Technodeppen</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/13/text-nacht-161-technodeppen-15964751/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-13T17:26:46+02:00</published><updated>2013-05-13T17:26:46+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Ja. Es. Ist. Gut. Die absolute Gutness. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Natürlich (wie sollte es auch anders sein?) kommen mir in dem Moment zwei totale Vollpfosten entgegen (ein männlicher ein weiblicher Pfosten, wobei das überhaupt keine Rolle spielt) die genauso eine glückliche Gülle daher quatschen, wie die beiden Arbeitskollegen gerade eben:&lt;br&gt;
„Und ich steh da so im Lidl und DANN kommt die Durchsage (mit verfremdeter Stimme) Sie können auch an Kasse DREI auflegen! (normal weiter) und ich denke mir nur: Herr Gott verdammt! Und ich hab meine Platten nicht dabei!“ Darüber lachen die glücklichen Trottel dann. Total. Laut. Fast schon vulgär. Und in diesem Moment stößt mich (zum zweiten Mal in meiner Erzählung) die Lacherei einfach nur ab. Nicht wegen der Unwitzigkeit der Situation (den Spruch kann man eigentlich lassen). Sondern wegen der Hohlness, mit dem das Ganze vorgetragen wurde. Diese… KRANKHAFTE Überzeugung von sich selbst.&lt;br&gt;
In Wirklichkeit nehme ich das Ganze kaum war. Denke nur an die überstandene Situation mit den kafkaesken Torwächtern. Wäre ich aber clean und fit, würden meine inneren wie äußeren Worten lauten: „Wie immer nur Vollidioten hier.“&lt;br&gt;
Techno - ein Land voller Deppen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sich selbst empfindet niemand als Idiot. Das weiß ich. Und mir ist auch klar, dass ich auf eine bestimmte Art – die ich aber nicht bewusst wahrnehmen kann – ich mich auch wie ein totaler Depp generiere. Das ist so wie mit dem “Coolsein“, wo man auch nur von anderen gesagt bekommen kann, das man cool ist (der wer sich selbst für cool hält, ist es nicht – auch nicht der, der sich für besonders klug hält). So. Ist es auch mit der Blödheit.&lt;br&gt;
Dumm ist eben nicht nur der, der Dummes tut.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber auch darum geht es eben auch beim Feiern und beim Techno: Die Freiheit nicht ganz auf der Höhe zu sein. Das berühmte „Abschalten“. Doch bevor ich nun meinen ewig pathetischen, immer wieder aufbranden Aufruf zur geistigen „Freiheit intonieren (eben die Freiheit, mal nicht so klug zu sein), will ich  betonen, das für mein Erleben der elektronische Tanz (egal in welcher Spielart) nicht nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist und man eben nicht nur mit den klügsten, inspirierensten und schönsten Menschen konfrontiert ist; eigentlich ist diese Betonung überflüssig, denn wo Drogen im Spiel sind, ist zwangsläufig nicht immer der große Durchblick parat. Komisch aber… Die arrogantesten und überheblichsten Menschen im Technobereich waren in meinem Erfahrungsschatz oft die ewig Nüchternen… &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am liebsten war und ist mir die Menge, wenn sie Wortlos ist. Beim großen Fest im dicken BUMMBUMM, wo man eh nichts versteht und die einzige Form von sinnvoller Sprache Körpersprache, oder der vereinte Schrei des Ganzen ist. Das ist toll. Das ist geil. Das ist zuhause.&lt;br&gt;
Aber quatsch mich bitte ja nicht voll…&lt;br&gt;
Nun… Was für eine Intelligenz, was für eine Kultur soll das denn auch sein? Diese Feier-Kultur? Selbstverständlich gibt es da diese verschworene Gemeinschaft, dieses geteilte Wissen in den Augen, für Menschen, die Ohren hinter den Ohren haben. Aber es sind ja NICHT nur solche Leute unterwegs und selbst wenn: Wenn man zu zerstört ist, ist mit einem auch nicht mehr viel anzufangen. Am Ende bleiben die Bilder.&lt;br&gt;
Wir kennen sie doch. Von früher. Von VIVA oder RTL 2, wo man noch „Love Parade“ und „Mayday“ übertrug und die Medien – wie immer Aufmerksamkeit fordernd und un-investigativ  - nur auf die besonders nackigen und peinlich wirkenden Tänzer und Tänzerinnen ihre Linsen hielten, ganz so, als ob es uns normale Feierleute gar nicht gäbe, und den Anschein erweckten, es seien nur abgestürzte Freaks unterwegs, die kauend wie Kühe mit ihre verschwitzten, aufgeschwemmten Gesichtern den ewiggleichen „4 to the floor“-Rhythmus nachstampften, worauf die Zugucker vor den Mattscheiben denken musste, dass es immer und überall so sein muss, dass man so auszusehen hätte und das Techno immer so ist. Sinnentleert bis zum Umfallen. Und teilweise. War und ist es natürlich auch. Aber nicht immer.&lt;br&gt;
Das Problem war: Man konnte es nicht filmen. Dieses Besondere. Und deswegen filmte man einfach was anderes.&lt;br&gt;
Nach dem großen Hype um die Nuller-Jahre, als es immer enger, voller und Ballermanniger wurde, „schrumpfte sich die Szene gesund“, wie man sagte. Die „Touristen“, die Techno nur besucht hatten um am Rausch zu schnuppern oder eine Tussi aufzureißen, gingen auf andere Partys – und übrig blieb „der harte Kern“. Sagte man. Die „Realness“ war zurück. Glaubte man. Ein Infekt blieb jedoch zurück aus diesen Tagen, als Techno und Dance-Music Pop waren: Die Arroganz und Überheblichkeit vieler Übriggebliebenen. Oder schon Vorherdagewesenen. Man selbst war ja was Besseres. Hatte verstanden. Und die Anderen. Das sind die Spasten. Die Deppen des Technos. Die Uncoolen.&lt;br&gt;
Man selbst kannte sich aus… Wusste, wo man hingehen musste, wer ein guter DJ war, wo es Drogen gab  und welche Labels man tragen konnte – und welche nicht. Man hielt sich selbst für etwas Besseres. Man merkt: Aus der allgemeinen Toleranz der Anfangszeit blieb nicht viel übrig.&lt;br&gt;
Das sind meiner Meinung nach die beiden Arten von Techno-Dummheit: Die Überheblichen – und die Komafeirer (bis zum Umfallen feiern kann man schon mal machen, nur auf Dauer macht das kein Körper mit). Und wisst ihr warum ich das so gut beurteilen kann? Weil ich keinen Scheiß besser war. Wahrscheinlich nicht einmal bin. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Oft zog ich wie ein Fremdkörper durch die Nächte. Musik? Sound? DJs? Drogen? JAAAA! Aber lasst mich bitte mit eurem dummen Gelaber in Ruhe… Ich hatte meine Freunde, also schon genug zum Reden. Und wenn ich mal dicht genug war, dann konnte ich auch mit anderen texten;  konnte ja eh nicht mehr vollwertig tanzen. Aber allgemein hatte ich kein Interesse an „diesen Leuten“. Sie waren Idioten für mich – obwohl sie nur genau so auftraten, wie ich es selbst manchmal tat. Es war MEHR als paradox... Ich fühlte mich zu gut für die Szene - und liebte sie dennoch. Das war genau die Jugendbewegung, die ich immer (ganz Tocotronic like) haben wollte. Ich war Teil von etwas. Hegelianisch gesehen.&lt;br&gt;
Nein. Auch wenn ich hier seit hunderten von Seiten ein Loblied auf die tolle Menschen und Erfahrungen von jener Zeit singe, die für mich auf eine bestimmte Art mit die Schönste meines Lebens war (und ist), so verheimlich ich dabei auch nur die dummen und doofen Schattenseiten des Daseins. Nicht die Sucht, denn darüber habe ich schon ausführlich berichtet, sondern der Menschenekel, den Menschen auf Drogen entwickeln, wenn sie sich für etwas „Besseres“ halten. Drogen. Machen dich überheblich, narzisstisch und verlogen. Und das sind alles Attribute, die auf mich zutrafen und teilweise noch immer zutreffen.&lt;br&gt;
Vielleicht nehmen manche Menschen Drogen, um die Musik besser zu finden (wie gespottet wird). Es kann aber auch sein, dass Misanthropen auf Partys Drogen nehmen, um die Menschen zu ertragen…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dabei braucht man auch keine besondere Intelligenz um Tanzen zu gehen. Das war ja das Tolle an der schon erwähnten Raving Society: Das es keine Gesellschaftsschichten mehr gibt, sondern nur den gemeinsamen Tanz. Später gab es  VIP-Lounges und besondere Armbänden… Aber das ist eine andere Geschichte… Ja… Nein. Zum Feiern und Tanzen braucht man keine große Intelligenz, sondern einfach nur Herz.&lt;br&gt;
Es stimmt natürlich: Die Technomenschen sind mit die toleranteste Bewegung (ich lasse die Fußfessel „Jugend“ vor der Bewegung mal weg), die es je gegeben hat. Auch ich kann unglaublich offen und tolerant sein, eben gerade deswegen, weil ich etwas aus Drogen und dem Feiern gelernt habe. Das ist der wahre Teil des Klischees. Doch Klischees stimmen nie ganz – und sie sind nie ganz falsch.&lt;br&gt;
Nein. Zum Feiern muss man eigentlich nicht viel können. Man kann ja nicht besser feiern als andere. Sondern nur mit mehr oder weniger Drogen. Länger oder kürzer. Doch weil der Mensch ein Wettkampfdepp ist, der sich auf eine bestimmte Art toller und wichtiger fühlen will als andere, glaubt er irgendwann in seinem Ecstasy-Rausch, er könne toller tanzen als andere und das alle Augen nur auf ihn gerichtet sind…&lt;br&gt;
Vielleicht… Ja vielleicht sind Technomenschen auch nur deshalb toleranter, weil sie so egoistisch auf ihren eigenen Rausch und Kick fixiert sind, dass sie sich gar nicht aktiv mit ihrer Umgebung auseinandersetzen… Ich will das nicht unterschreiben. Denn es wäre gelogen. Aber. Es wäre bestimmt auch teilweise wahr.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/13/text-nacht-161-technodeppen-15964751/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-09:/2013/05/09/stephan-weidner-w-live-muenchen-8-5-15901171/</id><title>Stephan Weidner (der W) live in München, der 8.5.2013</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/09/stephan-weidner-w-live-muenchen-8-5-15901171/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-09T02:25:34+02:00</published><updated>2013-05-09T10:39:38+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130508_215049/7025114" title="20130508_215049"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/114/7025114_d1de2caf69_m.jpeg" alt="20130508_215049"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Erst einmal grundsätzlich:&lt;br&gt;
Ich höre Onkelz seit ungefähr 19 oder 20 Jahren und war sehr happy, als der Stephan seine Solokarriere verkündete. Meine Erwartungen waren hoch und mit seinen beiden ersten Platten konnte „der“ Stephan sie in bestimmten Aspekten erfüllen – jedoch nicht vollkommen. Mit der neuesten Platte, der DREI bin ich so gut wie gar nicht einverstanden. So was kann natürlich jedem Fan (ich nenne das nun mal so, „Fan“ obwohl das ein blöder Begriff ist, denn es impliziert, das man den Künstler als etwas „Besseres“ ansieht, so eine Art Guru, was ich bei keinem Musiker behaupten kann, ganz egal wie wichtig die Onkelz einmal für mich waren – vlt trifft es „mündiger Fan“ besser, weil ich nicht alles abnicke, nur weil es aus einer Richtung kommt, egal, weiter: ) passieren, jedoch mag ich die Platte deswegen nicht, weil sie für mich eine pure Konzession vor den Fans ist, denn die zweite, viel experimentellere Platte kam wohl nicht ganz so an und jetzt wird wieder ein auf rockig prollig gemacht. Würg. Wer es mag: Viel Spaß damit. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Für meine Begriffe macht der Mann „der keine Konzessionen macht“, viel zu viele. Am Ende will er natürlich gehört werden – nachvollziehbar – aber für meinen Geschmack leidet darunter die Qualität. Auch mag ich dieses „Band-Ding“ nur zum Teil. Nach den letzten, nicht gerade kreativen Onkelz-Jahren (wie ich es empfunden gehabt habe), hätte ich gern einfach "Stephan exklusiv" gehabt – und jetzt ist „der W also eine Band“. Gut. Seine Entscheidung. Auf der Bühne funktioniert das mit der Band ziemlich geil – ich weiß jetzt gar nicht, dass wie vielte W-Konzert es von mir gestern war (ich glaube das Siebte…) – und macht auch herbe Spaß, aber wenn es wirklich der Grund für das erste verschieben der Tour war, dass man (nachdem sich der gute Herr Weidner die Hand operieren lassen musste – da kann man ja nichts sagen) keinen neuen Gitarristen für den genesenden W dazu holen wollte, um die Stimmung in der Band nicht durch einen „Neuen“ zu gefährden, dann ist das einfach nur unprofessionell und nichts anderes. Doch obwohl: Kindisch ist es auch.&lt;br&gt;
Dass die Tour nun ein zweites Mal verschoben wurde, weil der Stephan sich zum zweiten Mal beim Radfahren verletzt hat (mit den Fahrbaren Untersätzen haben es die Onkelz wohl nicht so…), ist einfach nur Pech – aber dennoch ärgerlich, weil der Stephan nun mit seinen gebrochenen Rippen noch weniger Handlungsfreiheit hat, als er mit einer kaputten Hand gehabt hätte; viel wichtiger aber ist (Herr Rockstar) für mich der Umstand, dass in den letzten 6 (!) Monaten alle meine Begleiter abgesprungen sind und ich mich anderweitig nach Begleitung umschauen musste – auch liebe Menschen und tolle Freunde, aber eben keine Fanz.&lt;br&gt;
Wie gesagt. Das war auch größtenteils Pech. Aber damit sollte man mit so viel Tour-Erfahrung besser umgehen können.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130508_222202/7025115" title="20130508_222202"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/115/7025115_8b82998f4d_m.jpeg" alt="20130508_222202"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Trotz angekündigter „totaler Transparenz“ erfuhr man nichts im W-Blog darüber, wie er sich das zweite Mal verletzt hat, aber das mit der großen Ehrlichkeit ist bei den Onkelz leider schon lange ziemlich düster geworden, siehe Ende der Onkelz, siehe Verletzung und siehe „VCT“-DVD, denn wenn die wie angekündigt jetzt mit dem kompletten Abschiedskonzert doch noch erscheinen dürfte, dann ist das Abzocke (weil warum nicht gleich so?) und man sollten der Band wirklich eines in die Fresse schlagen: Die Armut der Reichen hä? Ketten aus Geld, hm?&lt;br&gt;
Aber &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt; Noch ist nichts passiert. &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt;&lt;br&gt;
Natürlich aber formt so etwas die Stimmung vor einem Konzert.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130508_231406/7025116" title="20130508_231406"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/116/7025116_85624c6f31_m.jpeg" alt="20130508_231406"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;JETZT. Kommen wir zum Konzertbericht aus München.&lt;br&gt;
Wie war es denn?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ja legendär Alter! Weißt du was ich für einen Spaß gehabt habe? Ich bin mir wieder einmal mit fremden Menschen in den Armen gelegen, habe gepogt wie ein Derwisch und gegrölt wie ein Irrer. Das ist wie Meditation – nur andersherum. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es war schade, dass das Konzert (vlt wegen den vielen Tour-Umplanungen?) gerade einmal halb (wenn überhaupt) ausverkauft war – aber die Leute gaben wirklich Gas. Klar. Man muss die Musik mögen, daran geht kein Weg vorbei, aber wenn man wirklich etwas für diese Lehre empfinden kann, war es richtig geil. Leider hat es nicht meinem ganzen Team so gefallen wie mir, und es gab auch lange Gesichter (alleine deswegen, weil sie Weidnerfremd waren), aber wer wusste was einen erwarten könnte, der konnte nur befriedigt sein. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn der Stephan seine Karriere noch am Riemen reißen will, muss er sich mehr einfallen lassen als alte Onkelzlieder zu spielen (wie jetzt? Erst Mexiko „im Scherz“ ansagen und sich dann wundern, wenn es die Leute fordern – wie doof ist das denn?) auch wenn es nur „Regen“ war. Stephan. Mein Freund. Mein Mentor. Mein Lieblingsprolet. Da steckt doch noch viel mehr in dir – hör doch bitte nur auf das zu unterdrücken. Du hast es selbst gesagt: Der Beginn der Angst ist der Beginn der Sklaverei. Wenn du also wirklich was Neues rocken willst, dann musst du neue Wege gehen. Auch beim Thema Musik und das was die Fans erwarten: Ein Schritt muss dafür vielleicht wirklich zurück gemacht werden - aber auch zwei Schritte vor. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dennoch. Ich bin vollkommen befriedigt und schweiß gebadet aus der Tonhalle raus marschiert (auch wenn ich diesmal schon beim zweiten Lied „Stille Tage im Klischee“ am Boden lag, und nicht erst später bei „Heiss“ – was leider gefehlt hat). Mit blauen Flecken. Schmerzenden Füßen. Irgendwas habe ich am Kinn abbekommen. Die Ohren summen... Aber happy &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Licht und Ton kann man nichts nachsagen und auch der Stephan machte einen überraschend fitten Eindruck (und denk mal an die Männer über 30 und spiel die ersten 30 Minuten nicht nur Vollgasnummern); es war Alles geil wie immer. Aber etwas mehr abgeschliffen muss das Gesamtprodukt dennoch werden. Sonst wird das Nichts. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich habe vorher  gesagt: Nach dem nächsten Konzert werde ich sehen, ob ich weiter Fan bleibe. Jetzt sage ich: Nach dem Konzert will ich erst mal das neue Album hören, um zu entscheiden wie es weitergeht mit dem Fansein. Also: Halt dich ran &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130508_231412/7025119" title="20130508_231412"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/119/7025119_8b66218f12_m.jpeg" alt="20130508_231412"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Erst mal. War das ein richtiger Siegerabend &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt; Doch der Sieg gilt immer nur, bis zur nächsten Prüfung.&lt;br&gt;
Ich bin gespannt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nebenbei mussten wir normalen Menschen am Mittwoch arbeiten und hatten wegen Stau und Arbeit genug Stress. Also bitte: Wenn das nächste Mal ein Konzert für Samstag eingeplant ist, dann belass es für die werktätigen Menschen auch dabei &lt;img src="/img/smilies/graybigrazz.gif" alt=":P" class="middle" border="0"&gt; Bist ja nicht der Mittelpunkt der Welt, Herr Weidner. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Band-Performance? Top.&lt;br&gt;
Stimmung? Top.&lt;br&gt;
Mitgröl-Faktor: Excellent.&lt;br&gt;
Aber am Ende braucht es leider mehr um weiter Publikumsmagnet zu bleiben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich hätte natürlich wieder einen pathetischen Text schreiben können, so wie sonst auch beim Thema &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/tags/live/mostread/page/2/"&gt;"W"&lt;/a&gt; (siehe Freundschaft, Zusammengehörigkeit, Musik, Ekstase) diesmal aber ist mir nicht danach. Genug der uneingeschränkten Sympathiebekundungen. Jetzt wird es Zeit eine Schippe drauf zu legen von seiten der "Band". Nicht wegen dem Live-Aspekt. Sondern dem Rest. Es wird Zeit den Standard neu zu definieren. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130508_231544/7025120" title="20130508_231544"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/120/7025120_050211082b_m.jpeg" alt="20130508_231544"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;(Das mit den Rollstuhlfahrern macht man jetzt wohl schon überall &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt; )
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/09/stephan-weidner-w-live-muenchen-8-5-15901171/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-07:/2013/05/07/nick-cave-the-bad-seeds-mermaids-15867042/</id><title>Nick Cave &amp; The Bad Seeds - Mermaids</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/07/nick-cave-the-bad-seeds-mermaids-15867042/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-07T19:05:15+02:00</published><updated>2013-05-07T19:05:15+02:00</updated><content type="html">	




&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/07/nick-cave-the-bad-seeds-mermaids-15867042/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-06:/2013/05/06/apparat-lighton-krieg-frieden-15855942/</id><title>Apparat - Lighton (von Krieg und Frieden)</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/06/apparat-lighton-krieg-frieden-15855942/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-06T19:29:09+02:00</published><updated>2013-05-06T19:29:09+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Mann... Ich stehe auf Apparat... &lt;/p&gt;
	




&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/06/apparat-lighton-krieg-frieden-15855942/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-06:/2013/05/06/text-nacht-160-verschickt-15855724/</id><title>Der Text zur Nacht (160) Verschickt werden</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/06/text-nacht-160-verschickt-15855724/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-06T19:15:12+02:00</published><updated>2013-05-07T18:25:46+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Split-Screen-Aufnahme: Zwei Hände, die an zwei Flaschen greifen.&lt;br&gt;
Dann geht es zurück. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich fühle mich wohl und doch unwohl. Die Situation ist krank, irgendwie kaputt. Ich mag das nicht. Diesen Druck von außen. Von diesen Typen an der Tür. Die sollen uns doch einfach rein lassen. Uns in Ruhe lasse. Was soll das denn jetzt? Diese Nazi-Scheiße? Ganz egal ob diese Menschen im Prinzip „Recht haben“. Das passt jetzt nicht in mein Konzept. In meinen Druck von innen. In dieses „Ach… Mir geht es gut.“ Diese Versöhnung mit der Welt, die so gut ist, das sie schon chemischer Natur sein muss. Natur kann das nicht. Oder? Wie? Irgendwie ist es ganz leer in mir. Nicht böse leer. Aber wie abgeschaltet und abgestellt. Nur schnell noch diese Hürde hinter uns bringen. Dann treffen ich Bobby… Na. Vielleicht gehen wir auch VORHER noch auf Toilette. Nicht das der mir mit seinem Moralischen kommt. Das ist der Plan. Mein einziger Fokus. In diesem Zustand der optischen Unschärfe. Es ist natürlich immer noch viel zu hell hier. Ich will doch nur rein. In die Dunkelheit. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mein Gespräch mit Alex ist total reaktionärer Natur, oder wie eine Art von Schauspiel für die Türsteher, ganz verstehe ich es nicht. Es passiert einfach. Wie unbewusst.&lt;br&gt;
Ich fühle mich mir selbst fremd – und ich weiß, dass drinnen in der Kantine dieses Gefühl vergehen wird. Ganz sicher. Noch aber ist sie da, diese Fremdness und ich fühle mich wie eine von diesen Hollywood-Kasper-Figuren, die ihr Gedächtnis verloren haben und nun, nach dem Erwachen, darüber zu entscheiden haben, ob sie ihr „altes Ich“ mögen oder nicht. Denn wenn man dir deine ganzen Erfahrungen nimmt (also die Erinnerungen daran), bleibt nur noch die Programmierung der Gene übrig, die Basis unseres Seins, wenn wir „auf die Welt kommen“, für die danach einsetzende Kausalität unseres Seins. Und das bin ich jetzt auf eine bestimmte Art. Ganz Ichselbst. Aber selbstvergessen. Verletzlich. Ursprünglich. Wie gerade neugeboren. Ganz unkausalisert. Ohne Anfang. Ohne Ende. Ohne Schuld – da ist nämlich auch kein innerer Richter, der wertet. Warum auch?  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es ist immer schwer mit der Dichtness richtig umzugehen, mit dem Umstand, gerade nicht voll handlungsfähig zu sein. Da kann man leicht überrumpelt oder von anderen „verschickt“ werden, was bedeutet durch Drogen eine Situation nicht mehr richtig einschätzen zu können und das Gegenüber macht sich einen Spaß daraus – man wird verschickt und zwar Gedanklich in eine andere Richtung, als die, die man gerade ansteuern wollte – und am Ende entscheidet dein Charakter und die Situation darüber, wie du darauf reagierst: Du kannst dich über die eigene Doofness kaputtlachen, dadurch verstört werden (ich schätze mal: Psychische Schäden nicht ausgeschlossen) oder sogar gewalttätig; es liegt also in dir, ob du introvertiert oder extrovertiert reagierst, oder gar nicht (was oft das Klügste bist). Aber nicht nur das „Verschickt werden“ überfordert dich, sondern auch unklare Situationen an sich. In solchen Situation zu interagieren kann man zwar üben (und zwar durch den wiederholten Ernstfall), aber immer passend einsetzen (je nach Dichtheitsgrad, aber, selbst der Dichte kann sich Lösungen für dichte Situationen antrainieren). Am Ende bist das dann einfach du. Ganz nackt und offen. So wie jetzt. Diese Situation in mir.&lt;br&gt;
Ich fühle mich wirr und unbeholfen. Selbst entfremdet und doch sehr wohl. Als wäre das eine Prüfungssituation (was bis zu einem bestimmten Grad stimmt), die... Nein.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In mir drinnen besteht kein Monolog mehr. Keine Gedanken. Es ist alles nur leer und weiß und warm… Aber nicht vollkommen gut. Das wird es erst sein, wenn wir reingekommen sind. Da bin ich mir ganz sicher. Wenn die Last abfällt. Die Prüfung überstanden ist.&lt;br&gt;
So gehen wir, gerade irgendwie neugeboren, dorthin. Ich versuche meinen inneren Ahnenforscher in mir zu revitalisieren, was man denn am klügsten so macht, in dieser Situation. Doch mein innerer Ahnenforscher scheint keine Ahnung zu haben, denn auf meinen Befehl: „Denk!“, hin, passiert überhaupt nichts. Da ist gar nichts. Weder der Kausalitätsfleming, noch der genetische Ahnenfleming. Da ist einfach nur Fleming. Das ist ja gut so. Bringt mir jetzt aber nicht wirklich etwas. Ich bin verwirrt – und irgendwie gar nicht. Blöde Situation, irgendwie. Und was weiß ich schon über die Programmierung meiner Gene, also über meine Vorfahren? Das ist wohl der erste Arbeitstag meines Ahnenforschers… Dumm gelaufen. Kann er ja nichts für. Also ich. Also… Selten wusste ich so sehr, dass ich nichts weiß. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf mein nicht gerade cooles: „Öhm“ mit hochgehaltener, jetzt für alle sehr eindeutig sichtbaren Flasche, bekommen ich einen Fingerzeug. In dem Behälter stellen wir die Flaschen ab. Ein Mülleimer. Das macht Sinn. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Von drinnen kommen zwei verpeilte Typen heraus, die genauso verpeilt aussehen, wie ich mich fühle: Nur viel glücklicher. So glücklich, wie man in so einer Situation sein sollte: Weil entspannt.&lt;br&gt;
Die Beiden sind total in ein Gespräch vertieft.&lt;br&gt;
1: „Mario und Luigi sind nur Arbeitskollegen! Keine Brüder! Das ist doch wohl klar! Die tragen doch beide Latzhosen.“&lt;br&gt;
2: „Junge… Was geht denn mit DIR ab? Das sind doch keine Arbeitskollegen!“&lt;br&gt;
1: „Ja sicher sind die das!“&lt;br&gt;
2: „So ein Blödsinn! Weißt du wie die heißen?!“&lt;br&gt;
1 (altklug): „Mario und Luigi.“&lt;br&gt;
2: „Das sind die Mario BROTHERS!... Mänsch Junge! Kommt der mir hier mit Arbeitskollegen.“&lt;br&gt;
1: „Öhhh… Ähhh… Na ja… Rein technisch gesehen sind die doch Arbeitskollegen.“&lt;br&gt;
2: „Gott bist du bescheuert.“&lt;br&gt;
Dann lachen die. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;SO sollte eigentlich die Situation sein. Und ich stresse mich hier rein… Was mache ich mir eigentlich so´n Kopf. Das kommt davon. Du Depp. Sage ich zu mir. Alles Kopfsache.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„In Gottes Namen, dann geht halt rein“, meint der Türsteher, jetzt doch total versöhnlich. Groß. Breit. Und sogar nett.&lt;br&gt;
Ich lache und nicke dem zu. Und Alex fragt: „Müssen wir jetzt trotzdem noch Eintritt zahlen? Nach dem wir die Fla…“&lt;br&gt;
„Schaut bloß das ihr reinkommt!“ braust der Türsteher auf und seine Kollegen lachen.&lt;br&gt;
Wir: Gehen rein.&lt;br&gt;
Und mit dem BummBummBumm fällt sofort jegliche Last von mir ab. Wie prophezeit. Die Wirrness ist weg. Die Ordnung kehrt wieder ein. Und ich fühle, sehe und schmecke es sogar ein bisschen, das es gut ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/06/text-nacht-160-verschickt-15855724/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-05:/2013/05/05/familie-krise-15834938/</id><title>Die Familie und die Krise</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/05/familie-krise-15834938/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-05T14:59:18+02:00</published><updated>2013-05-05T15:48:53+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Heute Morgen. Nahm ich aus meinem Briefkasten einen Brief heraus, den ich übersehen hatte. Mein Plan war nur schnell von dort auch noch den Papiermüll mitzunehmen, da ich kurz drauf eh am betreffenden Container (es sollte für ALLES Container geben) vorbeifahren würde. Da lag dann ein Brief drin, bei dem mich gleich dieses Shining-Gefühl beschlich: „Mit dem stimmt was nicht“, kribbelte es in mir. Und so war es auch.&lt;br&gt;
Meine Finger öffneten ihn mechanisch (ich öffne Briefe nicht an der langen, horizontalen Seite, sondern an der Längsseite – ein Anzeichen dafür, dass ich zu viele asiatische Filme gesehen habe) und ich stellte fest, dass der Brief von einem Inkassounternehmen ist.&lt;br&gt;
Ich:  Wie jetzt?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Als braver Ex-Süchtling bezahle ich meine Rechnungen meistens unverzüglich. Früher in den dichten Tagen einfach schon allein deswegen, weil ich meine Ruhe haben und mich auf die schönen Seiten im Leben konzentrieren (haha) wollte; Papierkram turnt doch total ab. Jetzt wo man älter ist denkt man sich, was konservativ ist aber deswegen nicht weniger richtig, dass die Menschen nun einmal von dem Geld leben und es irgendwie auch verdient haben, das man pünktlich zahlt. Das gebietet der Respekt. Oder kurz: Ich will ja auch bezahlt werden. Und wenn wir ganz ehrlich sind: Ich will noch IMMER meine Ruhe haben; scheiß Papierkram. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Anschrift richtig: Check.&lt;br&gt;
Name: Check. Momentchen Mal… Der Nachname passt, nur heiße ich nicht Peter, sondern Paul… Und ich verstehe mit einer nicht tieferen Einsicht, dass dieser Brief nicht an mich adressiert ist (Mitläuferbezahlmännchen das ich bin), sondern an meinen Onkel Peter. Stimmt… Da fällt mir auch ein, dass ich mal einen Brief für meine Tante Susanne bekommen habe und einen bösen Anrufer dazu, der sie aufspüren wollte.&lt;br&gt;
Die Beiden haben also meine Adresse als Wohnsitz angeben, was alleine schon ein starkes Stück ist, denn Schulden haben sie wohl auch noch. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Beiden (die nicht wirklich meine Onkel und Tante sind) habe ich das letzte Mal vor 20 Jahren gesehen, wenn das überhaupt reicht. Ich weiß noch, dass ihre Kinder unsympathische Idioten waren (die es auch zu nichts gebracht haben, soweit ich weiß) und die Beiden sich scheiden lassen wollten. Glaube ich. Nun. Die gute Nachricht vor dem Herrn ist wohl, dass sie nicht geschieden sind. Die schlechte ist der Brief hier. Bei dem Inkasso-Unternehmen rufe ich dann morgen wohl an. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Als ich dann auf mein Fahrrad stieg um sogar am Sonntag in die Arbeit zu fahren (was teilweise gelogen ist: Bin mit dem Auto gefahren – ich will mich nur sportlicher darstellen), versuchte ich mich daran zu erinnern, was aus den beiden Schuldenflüchtlingen wohl geworden ist. Sie sind nach Spanien gegangen, aber das ist bestimmt auch schon 15 Jahre oder länger her. Das ist das Einzige was ich weiß; Spanien ist im Moment ja auch kein Synonym für finanzielle Ausgeglichenheit.&lt;br&gt;
Wütend war ich nicht einmal, eher irritiert, wie die Leute ihre Geldangelegenheiten nicht auf die Reihe bekommen können. Wer weiß ob es an ihrer Dummheit lag, oder an einer Verstrickung von dummen Ereignissen, vielleicht wurden sie auch selbst Opfer eines Betruges, was natürlich keine Entschuldigung dafür ist, ein entferntes irgendwie doch Familienmitglied in so etwas hinein zu ziehen.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich radelte dann den Berg hinauf, in unserer kleinen Stadt, mein kleines Leben entlang. Dachte an Spanien. Schulden. Krise. Und Familie. Die vielen kleinen Dramen, die sich jeden Tag wieder nun schon seit Jahren in der Tagesschau und den erschöpften Gesichtern der Politiker wiederspiegeln, in dieser großen Krise (dem großen insgesamt Drama), die meiner Generation am Ende wohl (ganz gleich wie oft meine Generation nun schon von Buchautoren betitelt wurde) ihren Namen geben wird: „Das Zeitalter der Krise“. Vielleicht auch des Umbruchs. Wer weiß was noch kommen wird? &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Oben auf dem Berg sperrte ich dann mein Fahrrad ab, blickte noch einmal zurück und dachte mir: „Hilft ja Alles nichts“. Dann ging ich zurück an die Arbeit. Dieses verhasste Tageswerk. Das mir mein Leben ermöglicht. Meinen Standard. Meine Sorgenfreiheit.&lt;br&gt;
Ja. Ich ging zurück an die Arbeit, die ich vom Gefühl her nur unterbrochen und nie wirklich beendet hatte, ganz egal ob ich in den Feierabend, das Wochenende oder in den Urlaub ging; irgendwie geht die Arbeit immer weiter, so wie das Leben weitergeht, auch wenn man schläft…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was bring es im sonnigen Spanien zu leben, am Mittelmeer, wie all diese „Krisenländer“, wo die Lebensqualität und Freude früher immer als so hoch eingeschätzt wurde, wenn am Ende des Tages kein Geld mehr da ist und man im Neid und Hass versinkt? Auch die beste Freizeit ist nichts wert, ohne eine gewinnträchtige Arbeit. Das zeigt sich gerade. Natürlich sollte das Leben nicht nur aus Arbeit bestehen, aber ein Leben ganz ohne sinnvolle Tätigkeit ist dagegen auch schwer zu ertragen; &lt;strong&gt;früher haben die Menschen für Freiheit demonstriert, heute für Arbeit&lt;/strong&gt;. Ja gibt es denn das? Mensch – Zeiten ändern dich.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/05/familie-krise-15834938/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-04:/2013/05/04/tagebuch-guerilla-schneiderin-15828349/</id><title>Aus dem Tagebuch der Guerilla-Schneiderin</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/04/tagebuch-guerilla-schneiderin-15828349/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-04T22:10:43+02:00</published><updated>2013-05-04T22:10:43+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;„Visionen sind auch nur neu arrangierte und bewertete Erinnerungen.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/04/tagebuch-guerilla-schneiderin-15828349/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-04:/2013/05/04/but-its-all-right-15825740/</id><title>But it´s all right!</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/04/but-its-all-right-15825740/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-04T11:56:53+02:00</published><updated>2013-05-04T11:56:53+02:00</updated><content type="html">	




&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/04/but-its-all-right-15825740/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-03:/2013/05/03/nymphomanic-poster-15821117/</id><title>Nymphomanic - Poster</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/03/nymphomanic-poster-15821117/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-03T13:14:12+02:00</published><updated>2013-05-03T13:14:12+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Echt ein geniales Poster. Respekt&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/nymph/7016048" title="nymph"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/048/7016048_0489cf5f74_m.jpeg" alt="nymph"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die zwei letzten Lars von Trier Filme haben mir zwar weniger gefallen und auch das Thema von "Nymphomaniac" (die sexuelle Lebensgeschichte einer Frau) spricht mich jetzt nicht brutal an, aber sehen wir mal was das Genie von Trier noch so zu bieten hat. Wie gesagt: Das Poster ist schon mal stark
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/03/nymphomanic-poster-15821117/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-03:/2013/05/03/coming-out-15820924/</id><title>Coming-out</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/03/coming-out-15820924/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-03T12:27:30+02:00</published><updated>2013-05-03T12:27:30+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Zwei befreundete Singles (ein Junge, ein Mädchen), sitzen im schönen bayrischen Schwaben auf dem Kanapee und sehen sich einen Film an.&lt;br&gt;
Das Mädchen zeigt auf eine Schauspielerin und meint zu ihrem Kumpel: „Di mag I.“&lt;br&gt;
Worauf der total erfreut zurück gibt: „I mag di au.“ Und gibt seiner Bekannten einen Kuss.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/03/coming-out-15820924/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-02:/2013/05/02/lohn-arbeit-15817889/</id><title>Der Lohn der Arbeit</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/02/lohn-arbeit-15817889/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-02T17:59:28+02:00</published><updated>2013-05-02T17:59:28+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;„Jeder Arbeiter kennt die Situation.&lt;br&gt;
Die Tür des Chefs öffnet sich.&lt;br&gt;
„Ja Bernhard, was gibt es denn?“&lt;br&gt;
Bernhard: „Was ist das?“ Er hält einen weißen Din-A-4-Bogen vor die Nase des Vorgesetzten. Das Blatt-Papier ist bedruckt, aber nicht ausgefüllt.&lt;br&gt;
„Das sind die Monatsbestände, das weißt du doch.“&lt;br&gt;
„Ich weiß genau was das ist. Wissen sie… Als sich gestern der Harald seinen Daumen Krankenhausreif geschnitten hat und der Kurt trotzdem in den Urlaub ging, haben sie gesagt, dass wir nun zusammen arbeiten müssten. Sie haben das Thema heruntergespielt. Das würde schon gehen. Und ich bin gerannt. Den ganzen Tag. Hab insgesamt (überlegt kurz) 17500 Kilo mit meinen Händen bewegt. In 8 Stunden. Ohne Pause. Voll durch.“&lt;br&gt;
„Dafür wirst du bezahlt.“&lt;br&gt;
„Nicht aber, um keine Pause zu machen. Und als ich dann damit fertig bin, komme ich in MEINEN Arbeitsbereich zurück, und da liegt er. Dieser Zettel. Ganz unscheinbar. Weiß. Und doch so… Fordernd.“&lt;br&gt;
„Bernhard… Das ist eine Arbeit von FÜNF MINUTEN… Stell dich doch nicht so an…“&lt;br&gt;
„Ja aber, darum geht es doch. Es ist nur eine Arbeit von 5 Minuten. Ich habe noch 2 Stunden vor mir, und sie, wobei sie wissen, was für einen Stress ich noch habe, schaffen es nicht diese 5 Minuten selbst zu machen.“&lt;br&gt;
„Es ist doch deine Aufgabe. Du hast das doch schon oft gemacht.“&lt;br&gt;
„Darum geht es ja auch nicht. Es geht darum, dass wenn ich die Arbeit von den Anderen mache, mir doch auch mal jemand entgegen kommen könnte. Und sei es auch nur wegen 5 Minuten… Dabei. Als ich diesen Zettel sah, ganz unschuldig wie er dalag. Musste ich an meine Jahresbeurteilung denken. Und das sie Harald in jedem Punkt besser beurteilt haben. Und wie ich den ganzen Tag gerannt bin. Wie irr, wie verrückt. Und da ging es nicht in meinen Kopf hinein, wieso ich das eigentlich mache. Sie SEHEN ja gar nicht was ich mache, da sie in Schemen denken: Der Harald macht alles gut. Bernhard nur passabel. Wo ist der Harald überhaupt?“&lt;br&gt;
„Der ist heim zu seinem Kind. Das muss man doch verstehen. Der ist doch erst Vater geworden.“&lt;br&gt;
„Na ja, das verstehe ich bis zu einem gewissen Grad. Denn. Nur weil ich KEIN Kind habe, heißt das nicht, dass meine Freizeit nichts wert ist.“&lt;br&gt;
„Jetzt steigere dich doch da nicht rein. SOO schlimm ist das jetzt doch auch nicht.“&lt;br&gt;
„Sehen sie: Sie machen es schon wieder! Wissen sie. Ich bin ja nicht hier, weil mir das Ganze so viel Spaß macht. Ich bin natürlich wegen des Geldes da…“&lt;br&gt;
„Na also.“&lt;br&gt;
„…doch nach all den Jahren geht man nicht mehr NUR wegen des Geldes zur Arbeit. Man denkt doch, dass man sich etwas RESPEKT erarbeitet hat. Weil man seine Arbeit mehr als anständig macht. Weil man sich Mühe gibt.“&lt;br&gt;
„Ich weiß doch das du dir Mühe gibst, Bernhard.“&lt;br&gt;
„Wissen sie. Ich fordere dieses Verständnis nicht ein. Ich will nicht das sie es sagen, weil ich es jetzt hören will, sondern das sie verstehen, und es einfach respektieren, dass wir hier seit Wochen den Laden in Unterzahl schmeißen.“&lt;br&gt;
„Das weiß ich doch.“&lt;br&gt;
„Und das wir ALLE in einem Boot sitzen. Da können sie doch auch mal selbst die Bestände aufschreiben, wenn ich eh noch 2 Stunden herumrennen muss.“&lt;br&gt;
„Natürlich Bernhard. Kein Problem“.&lt;br&gt;
Der Arbeiter verlässt das Büro.&lt;br&gt;
So liebe Kinder“, wendet sich der Lehrer an die Klasse: „Wie geht die Geschichte aus?“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Der Klassenprimus meldet sich. Und er hat Recht – weil er immer Recht hat – wenn er sagt: „Es ändert sich gar nichts.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/02/lohn-arbeit-15817889/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-01:/2013/05/01/daft-punk-simpsons-cameo-auftritt-plus-album-review-random-access-memories-15814129/</id><title>Daft Punk - Simpsons Cameo-Auftritt plus Album Review von "Random Access Memories"</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/01/daft-punk-simpsons-cameo-auftritt-plus-album-review-random-access-memories-15814129/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-01T15:38:44+02:00</published><updated>2013-05-01T15:38:44+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Kannte ich gar nicht &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	




	&lt;p&gt;Eine erste Review des kommenden Albums gibt es in der &lt;a href="http://djmag.com/node/38138"&gt;Online-Ausgabe des DJ-Mag&lt;/a&gt;. Ist wohl nichts für Techno-Puristen, aber geben wir dem Ding eine Chance &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/01/daft-punk-simpsons-cameo-auftritt-plus-album-review-random-access-memories-15814129/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-05-01:/2013/05/01/pferde-stehlen-guerilla-15812938/</id><title>Pferde stehlen (Guerilla)</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/01/pferde-stehlen-guerilla-15812938/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-05-01T09:32:02+02:00</published><updated>2013-05-01T09:51:08+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Die richtigen Menschen finden – dass ist wohl mit das Schwerste im Leben. In der Jugend glaubt man noch von besten Freunden umgeben zu sein, von Artgenossen, die so ticken wie du, oder sei es nur so ähnlich. Aber das stimmt nicht. Ich würde diesen Irrglauben nicht auf Naivität zurückführen, sondern auf ein Missverständnis in der Wahrnehmung. Freundschaften werden in der Jugend weniger getestet als später. Später, wenn es ernst wird mit der Liebe und „echten“ Beziehungen zu einem Partner, der die Zeit überdauern soll. Auch hier ist es schwer den RICHTIGEN Menschen zu finden. Seelisch, moralisch, äußerlich und am Ende natürlich auch ganz kindisch ein Wesen, das man einfach nur knuddeln will und das einen nicht abstößt, eine Verbindung eingeht, nicht nur wie Wasser und Öl…. Die Ansprüche sind hoch und es geht um viel; um Alles. Weswegen man immer wieder und wieder verletzt wird und selbst verletzt. Man muss sich öffnen um etwas Echtes zu bekommen. Das tut weh. Das enttäuscht. Das verbittert. In dieser Zeit wird der Charakter von der Umwelt abgeschliffen. Die Frage ist, wie viel Ver- und Misstrauen übrig bleibt. Was du am Ende für ein Mensch bist. Ob du der bist, wofür du dich hältst, der, für den du gehalten wirst – und ob das die gleiche Person ist.&lt;br&gt;
Und dabei geht es „nur“ um die normalen Dinge, die jeder Mensch für sich durchmacht. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bei uns. Koji, der Guerilla-Schneiderin und mir, da ging es um mehr. Mehr als nur Vertrauen wie sie unter Freunden herrscht. Und ich rede bei Gott nicht nur von Sex, wobei das in einer dreier Konstellation schon genug Hass, Missgunst und Wahnsinn sät, um 10 Jahrelang Hollywood mit Filmproduktionen zu versorgen.&lt;br&gt;
Sex ist eine Art von Katalysator, die das Menschsein auf die Spitze der Emotionen treibt, ganz einfach deswegen, weil Sex das menschlichste Bestreben überhaupt ist (siehe Fortpflanzung, Arterhaltung und heutzutage: Spaß), wenn der Bauch einmal gesättigt ist und man noch nicht bei Alltagsvergnügungen wie Unterhaltung, Wissenschaft und Kunst angekommen ist. Unser Trieb ist etwas fundamentales und wir können noch so hohe Ziele verfolgen und uns dabei weiß Gott wie vergeistigt fühlen; die Augen wandern dann doch unbewusst auf die bewussten Körperteile des anderen, die unser Sexversprechen erfüllen sollen. Da kann man gar nichts machen. Das gehört dazu. So sehr sogar, dass Menschen, die von außen auf uns (wir, mit unserer dreier Beziehung) blicken würden, uns als abartig aburteilen würden. Man würde sagen, wir seien „anders“. Anormal.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dabei – auch ein Mysterium des Menschseins – fühlen wir uns nicht anders. Nein. Jeder empfindet sich selbst als normal. Auch Gruppen, die sich eben nicht nach gesellschaftlichen Konzessionen verhalten, halten sich in ihrer Innenansicht für absolut normal, gewöhnlich und echt. Das Problem sind immer die anderen (Sartre). Weil die anderen blind sind. Man selbst aber nicht. Das ist totaler Irrsinn. Aber so funktioniert das nun einmal. Die Persönlichkeitsentwicklung und –findung kann nur durch Abgrenzung und Anpassung entstehen, am Ende durch eine total verquere Mischung daraus, die nur wir selbst verstehen können, und unsere Gruppe, da wir gewisse Erfahrungen teilen oder zu teilen glauben; wieder ein Missverständnis (die Jugend hört niemals auf).&lt;br&gt;
So betrachtet sind wir auch nicht groß verschieden von der NSU (wenn es diese den jemals gab), selbst wenn unsere Ziele ganz andere sind. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ja. Es ist schwer die richtigen Menschen zu finden. Leute, Freunde, mit denen man Pferde stehlen kann.&lt;br&gt;
Es geht eben nicht nur um den Druck der Videoüberwachung, mit denen die feigen Boston-Bomber überführt wurden, sondern über die Überwachung in der Gruppe selbst, durch die Paranoia der Mitglieder. Wem kann man noch vertrauen? Wer verhält sich richtig? Liebt sie mich noch? Und was will der ständige Dritte?&lt;br&gt;
Dazu kommen einfache Dinge, wie Hybris. Ja. Nein… Es ist schwer einfach nur Freunde zu haben, richtige Freunde von denen man nicht enttäuscht wird, eine richtige Liebe, die sich bemüht bei dir zu sein und dir vergibt und der auch du vergeben kannst; aber wenn du eine Gesellschaft erschüttern willst, dann brauchst du mehr als das: Eine eingeschworene Gemeinschaft. Die den Druck aushält.&lt;br&gt;
Kein Wunder das die RAF psychopathische Züge und eine Gruppendynamik annahm, die man am besten (trotz der Ideale) mit dem Böllschen „6 gegen 60 Millionen“ zusammenfassen kann. Denn auch wenn man sich als normale, in der Gesellschaft verwurzelte Gruppierung versteht, entartet man schnell und wird genau zu dem Gegenteil dessen, was man erreichen wollte. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich weiß nicht ob das bei uns anders funktioniert. Ob wir irgendeinen Scheißdreck besser sind als andere, die als irre Einzeltäter kurz in Erscheinung treten. Und ob wir am Ende nur als Psychopathen der Geschichte gelten werden. Wir haben keine Macht über die öffentliche Meinung; wir können sie auch nicht beeinflussen. Wir können nur tun, was wir tun wollen. Und nur deswegen, weil wir es wollen. Am Ende geschieht es: Aus Liebe.&lt;br&gt;
Aus Liebe werden Pferde gestohlen.&lt;br&gt;
Nicht aus Liebe zu uns. Sondern aus Liebe zu unserem Traum. Das ist etwas, was nur Gläubige verstehen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/05/01/pferde-stehlen-guerilla-15812938/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-30:/2013/04/30/szenenapplaus-15812040/</id><title>Szenenapplaus</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/30/szenenapplaus-15812040/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-30T23:08:01+02:00</published><updated>2013-04-30T23:08:01+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Ich: Servus.&lt;br&gt;
Freund: Servus&lt;br&gt;
Frau (von Freund): Hallo!&lt;br&gt;
Freund: Ich hab jetzt ewig nichts mehr gekifft, aber jetzt kiffe ich wieder Einen!&lt;br&gt;
Ich (stöhn): Mänsch… Die Mär erzählst du mir doch jedes Mal wenn ich alle drei Wochen vorbei komme, dass du jetzt EWIG nichts mehr gemacht hast.&lt;br&gt;
Frau: Stimmt aber. Aber das ist meistens so wenn DU vorbei kommst.&lt;br&gt;
Ich: Jetzt bin ICH wieder schuld. Wahrscheinlich kann er mich nüchtern nicht ertragen.&lt;br&gt;
Freund: Höhö. Ne. Mit dir macht es einfach so viel Spaß…&lt;br&gt;
Ich: Ich mache doch gar nichts mehr.&lt;br&gt;
Freund: …Wenn du da bist.&lt;br&gt;
Frau: Aber auch wirklich jedes Mal. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Freund geht kiffen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Freund: Woah… Ich hab mir gerade überlegt, dass die Bullen bald nicht mehr mich beschatten, sondern DICH?&lt;br&gt;
Frau und ich: Hä?&lt;br&gt;
Freund: Ja klar. Jedes Mal wenn du kommst, dann bin ich dicht, d.h. sie ersparen sich jede Menge Arbeit. Es dauert nämlich länger mich zu beobachten, als zu gucken, wann du mal zu mir kommst. Du Sack!&lt;br&gt;
Frau: DU bist WIRKLICH schuld.&lt;br&gt;
Alle: &lt;img src="/img/smilies/graylaugh.gif" alt=":))" class="middle" border="0"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/30/szenenapplaus-15812040/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-29:/2013/04/29/mayday-2013-never-stop-raving-festival-bericht-rueckblick-15806506/</id><title>Mayday 2013 "Never stop raving" Festival-Bericht - Rückblick</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/29/mayday-2013-never-stop-raving-festival-bericht-rueckblick-15806506/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-29T19:34:09+02:00</published><updated>2013-04-29T19:58:06+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130428_014959/7009998" title="20130428_014959"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/998/7009998_ad8e328e38_m.jpeg" alt="20130428_014959"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Als wir zu den „&lt;strong&gt;Members of Mayday&lt;/strong&gt;“ in die große Arena kamen, der Hauptfloor (also eigentlich die Westfallenhalle), war ich schon ziemlich beeindruckt. Die Lightshow, die Leute auf der Bühne und über und um uns herum die Menschen auf den Rängen, nun, das hatte nicht nur großen Schauwert, sondern war auch emotional. Das kam richtig fett. Als dann aber die Menschen anfingen: „Mayday! Mayday!“ zu skandieren und mir die Fahnenschwenker unter dem riesigen Mayday-Symbol auffielen, musste ich an einen Comic-Witz von Bringmann &amp; Kopetzi denken, der von der „Sensation White“. Die „Sensation“ ist ebenfalls ein Technofestival, bei dem der Witz ist, dass alle Leute ganz in Weiß hingehen, aber auch dort muss es diesen fast schon sakralen, Sektenhaften Effekt geben, wenn man in der Menge steht: &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/sensation/7010012" title="sensation"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/012/7010012_88c6a1c023_m.jpeg" alt="sensation"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Da wurde mir schon etwas mulmig, irgendwie. Unter diesem was-weiß-ich-wie-hohen-Wappen. Mit den Fahnen. Und den hysterischen Menschen, die wie Jünger oder Gläubige in entrückter Ekstase und ihrem Neunziger Jahre Buffalo/Stachelhaarstil ihren großen Gott anbeteten. Hier also: Die Musik.&lt;br&gt;
Ich mache das Ganze jetzt ja auch schon seit 20 Jahren, habe schon dutzende Festivals und Clubs besucht, kenne also diesen Effekt, aber so krass habe ich das noch nie erlebt; ein Reichsparteitag, nur ohne Nazis sondern mit Menschen, die den Frieden und den Spaß im Herzen haben: Eigentlich eine schöne Wendung. Nur empfand ich das in dem Moment nicht. Da war ich eher abgestoßen von der Hysterie. Dennoch aber total geflasht von der Szenerie. Wenn nur die Musik besser gewesen wäre &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130428_015251/7009999" title="20130428_015251"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/999/7009999_6a61f6b760_m.jpeg" alt="20130428_015251"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Mayday ging dieses Jahr in ihr 20 Jähriges Jubiläum über und kam deswegen mit dem Motto: „Never stop raving“. So nach Westbam Art: „We never stop living this way“. Und so sieht es auf der Mayday dann auch aus, so klingt das auch. Alles etwas sehr 90ger Jahre Retro, seien es die Laser, die Leute oder der Sound. Electro und Dubstep gibt es hier nicht und was auf der einen Seite schade ist, ist auf der anderen natürlich die Freude der anderen: Ein sicherer Ort, wo man das bekommt was man erwartet hat.&lt;br&gt;
Die Mayday ist ein Hallenfestival. Das heißt es gibt die große Westfallenhalle und einige Nebenfloors, wobei die Zugänge dazu gänzlich überdacht sind. Frieren musste also schon mal keiner, zudem konnte man sich immer und überall zum Sitzen zurückziehen, besonders cool natürlich oben auf den Rängen im Stadion, wo man sich die Leute und die Show richtig geben konnte. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130428_042354/7010000" title="20130428_042354"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/000/7010000_5846de0913_m.jpeg" alt="20130428_042354"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie beim aufgegebenen Cocoon-Club konnte man um die ganze Halle im Kreis herumlaufen und sich dort den ganzen Mist kaufen, was Festivals uncool macht und doch viele Menschen einfach wollen: Fressalien und Merchandise-Kram. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130427_222943/7009991" title="20130427_222943"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/991/7009991_518d792a8d_m.jpeg" alt="20130427_222943"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wobei man dazu sagen muss, das man zwischen den Hallen nie in ein Gedränge kam und die einzige Stoßerei beim Jacken abgeben passierte, wo ich mir schon dachte, dass das wirklich beschissen organisiert war. Und das nach 20 Jahren Erfahrung… Das Doofe war, dass wir später an einigen leeren Garderoben vorbei kamen, die aber nicht auf unserem Partyguide vermerkt waren. Dabei bekamen wir nicht einmal einen so einen Hallenplan und ich musste mir meinen vom Boden fischen – da stellten wir fest, dass wir ganz am Anfang auf dem falschen Floor standen, und eben nicht im Empire, wo gleich Sven Väth anfangen sollte, sondern beim eher nicht so geilen Live-Act von &lt;strong&gt;Sunbeam&lt;/strong&gt; standen.&lt;br&gt;
Es ist zwar schon cool wenn die DJs vor dem Antreten angekündigt werden, aber man hätte doch mal über dem Eingang schreiben können, wo man sich befindet und wer wann spielt. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Drüben beim Empire wurde dann ein gewissen &lt;strong&gt;Sven Väth&lt;/strong&gt; aus Frankfurt angekündigt. Der fing dann auch recht passabel an, baute schön auf (war ja erst 23.15) und hätte sich sicherlich noch entwickelt, aber mir war klar das meine beiden Begleiterinnen mehr Spaß bei Moonbootica auf dem kleinen Mixery-Floor haben würden, als hier. Man muss dazu sagen dass das „Empire“ eine richtig große Halle war – und das wars. Was man drüben an Light-Show verbraten hatte, ließ man hier weg. Das war schon mehr als minimalistisch. Das war stoisch.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130427_233613/7010035" title="20130427_233613"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/035/7010035_beb6f2bbd7_m.jpeg" alt="20130427_233613"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich brauche jetzt normal keinen großen Schauwert, hier aber wurde deutlich untertrieben – und meiner Meinung nach war auch der Sound nicht gerade der Beste.&lt;br&gt;
Zwischen den Hallen konnte man sich angetrunken mit den Menschen unterhalten und Spaß haben. Wir hatten natürlich (natürlich &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt; ) reichlich Spaß und auch wenn die Menschen herumlaufen wie der Eine von &lt;a href="http://www.art-magazin.de/kunst/22440/hgich_t_portraet"&gt;HGich.T&lt;/a&gt;, so machen die Leute das ja, weil sie davon überzeugt sind, wie sie sind und sich auch so präsentieren wollen. So war das halt vor 10/15 Jahren und wer das heute noch so macht, vor dem kann man im Prinzip mehr den Hut ziehen, als in Gelächter ausbrechen. Denn diese Menschen (ich sage nicht „Raver“, ich hasse das Wort) wissen sehr wohl wie sie aussehen und wirken und nehmen den Spott in Kauf: Weil sie von sich und ihrer Art überzeugt sind. Daran kann ich nichts Lächerliches finden. Auch. Wenn ich mich niemals so maskiert habe. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Moonbootica&lt;/strong&gt; machen mit ihren Mischung aus Electro und Techno seit Jahren mit den tanzbarsten Partysound und deswegen bot sich das an. Es war einfach nur Spaß und Unsinn. Hier eine Umarmung. Da ein Prost. Ein Kuss für die Liebste. Und wieder hinein gehüpft in den Beat.&lt;br&gt;
Ich kann schon sagen, dass Alle hier ihren Spaß hatten. Wir besonders. &lt;del&gt;Und als Bayer raucht man gerne auch mal offiziell in geschlossenen Räumen. &lt;/del&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130428_001516/7009992" title="20130428_001516"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/992/7009992_c42a6a3fd6_m.jpeg" alt="20130428_001516"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie bei vielen Festivals spielte in dieser Zeit alles gleichzeitig. „&lt;strong&gt;Acid Junkies&lt;/strong&gt;“ und gerade &lt;strong&gt;Carl Cox&lt;/strong&gt; hätte ich mir sehr gern angehört; wir sind dann trotzdem beim sicheren und guten Sound von Moonbootica geblieben: Weil es einfach geil war.&lt;br&gt;
Nach den Members of Mayday (siehe oben) ging es dann zu &lt;strong&gt;Gesaffelstein&lt;/strong&gt;. Von dem Franzosen hatte ich mir wirklich viel erwartet, aber was der drüben im Empire bot, war eine Frechheit. Total sinnloses, uninspiriertes Gebolze, dass man im Jahre 2002 in jeder Dorfdisco hätte hören können. Der Sound hatte wirklich gar nichts. Oder man muss schon gut druff gewesen sein. Mein Team war eher gut besoffen, weswegen langsam Ermüdungserscheinungen einsetzten – ein Flasche Wasser zur Regeneration? Klar. Ach so… Das Wasser hier ist übrigens mit Koffein versetzt &lt;img src="/img/smilies/graybigrazz.gif" alt=":P" class="middle" border="0"&gt; Nicht das die Druffis nicht schon genug dehydriert gewesen wären &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir setzten uns dem Gesaffelstein gegenüber auf die Tribüne, quatschten, und empfanden den Sound einfach nur als Frechheit. Null Geschwindigkeitsveränderung. Keine Höhepunkte. Keine Abwechslung. Keine Inspiration.  Mein Team fiel langsam in sich zusammen und wir dachten uns: Na. Dann gehen wir halt zum Westbam.&lt;br&gt;
Typisches Festivalproblem: Entweder spielen alle auf einmal die man hören will, oder gar keiner. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Drüben in der Arena hatte e der Westbam aber noch gar nicht angefangen, sondern der laut DJ-Mag-Voting beliebteste DJ der Welt legte auf: &lt;strong&gt;Armin&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;van Buuren &lt;/strong&gt;mit seiner Trancekacke. Ja klar – jetzt gibt es bestimmt einige, die aufschreien, wie geil der doch ist und auch wenn ich bei Paul van Dyk auch schon viel Spaß gehabt habe, ist mir das einfach zu schlecht und zu kommerziell im Klang; für mich klingt das wie Klingelton-Werbung auf MTV. Jetzt waren wir aber auch schon da und warteten einfach. Blödelten da rum. Und hatten eigentlich auch so ziemlich Spaß. Galgenhumor war aber auch dabei.&lt;br&gt;
Bereits jetzt um halb 4 war die Halle und gerade die Ränge überraschen leer. Überhaupt: Die ganze Veranstaltung wurde langsam ziemlich übersichtlich. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Westbam&lt;/strong&gt; ist immer so eine Sache für sich. Er hat natürlich seinen Platz in der Geschichte verdient, ist auch ein guter DJ bei dem man sehr viel Spaß haben kann, aber beobachten darf man ihm bei seinem Gepose da oben nicht; da ist fremdschämen angesagt. Dabei geht es natürlich um den Sound, nicht um das Gewinke (was Armin van Buuren echt gut drauf hat – na, der bekommt auch ein Heidengeld dafür…). Im letzten Spiegel hoben sie das neue Album von Westbam in die höchsten Höhen und meiner Meinung nach fing er mit einem Stück von seiner neuen LP auch an, dass gefühlt gut zu van Buuren passte. Aber der Max blieb nicht bei diesem Sound, sondern baute schön seit Set auf. Das war echt ziemlich tanzbar, auch, wenn man sich dazu etwas überreden musste.&lt;br&gt;
Wir waren schon ziemlich müde und setzten uns hoch in den Rang. Sahen von dort zu. Überlegten, wie lange wir noch bleiben sollten. Chris Liebling war noch drüben. Len Faki und Klaudia Gawlas wären später noch interessant. Wir entschieden uns: Zu gehen. Es hat einfach gelangt und im Nachhinein empfanden wir es als genau den richtigen Zeitpunkt dazu. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/20130428_012346/7009993" title="20130428_012346"&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/993/7009993_6028af8c28_m.jpeg" alt="20130428_012346"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;An der Garderobe gab es noch kurz Stress, weil die Leute dort auch einfach nur gestresst waren und das an uns herausließen – auch wenn sie den Pulli falsch aufgehängt hatten. Das war wirklich ziemlich unprofessionell und ich kann nur eines sagen: Leute, stellt das nächste Mal ein Absperrgitter auf, dann drängen die Menschen nicht aus allen Richtungen, sondern nur aus einer (immerhin).&lt;br&gt;
Ein Typ meinte noch zu mir: „Du siehst ja aus wie dieser Joko Winterscheidt…“&lt;br&gt;
Ich: „Nicht wirklich.“&lt;br&gt;
Er: „Willst du rangeln?“&lt;br&gt;
Ich: „ &lt;img src="/img/smilies/graylaugh.gif" alt=":))" class="middle" border="0"&gt; Ne lass mal…“&lt;br&gt;
High 5.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es war schon ganz nett auf der Mayday und ich habe sehr viel Spaß gehabt mit meinen beiden Mädels. Dabei war es diesmal halt nicht dieses total verlorene, in sich vergessene Getanze, sondern einfach nur zusammen gute Laune zu haben und sich miteinander zu freuen, zu wunder und zu entfalten.&lt;br&gt;
Es war schön DIE Mayday einmal gesehen zu haben, aber noch mal muss das jetzt auch nicht sein. Das war einmal mit die wichtigste Veranstaltung im Technobereich, ist jetzt immer noch DIE Kultveranstaltung die alles überdauert hat, insgesamt aber, hat sie sich nun einmal überdauert. „Forward ever, backwards never“, der alte Slogan, klingt da schon etwas ironisch.&lt;br&gt;
Aber. Ich war froh dagewesen zu sein und denke gern daran zurück. War toll. Auf seine Art. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/29/mayday-2013-never-stop-raving-festival-bericht-rueckblick-15806506/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-26:/2013/04/26/sehen-mayday-15791513/</id><title>Wir sehen uns dann auf der Mayday</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/26/sehen-mayday-15791513/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-26T11:53:30+02:00</published><updated>2013-04-26T11:53:30+02:00</updated><content type="html">	




	&lt;p&gt;Schönes Wochenende &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/26/sehen-mayday-15791513/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-22:/2013/04/22/text-nacht-159-draussen-einfach-draussen-15779005/</id><title>Der Text zur Nacht (159) Draußen ist einfach nur draußen</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/22/text-nacht-159-draussen-einfach-draussen-15779005/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-22T19:30:08+02:00</published><updated>2013-04-22T19:30:08+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;„Mensch Leute: Das kann doch nicht euer ernst sein. Wir sind extra für München rübergekommen.“&lt;br&gt;
„Dann hättet ihr euren Müll besser dagelassen.“&lt;br&gt;
Fassungslosigkeit. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schwer zu sagen ob der Typ nur ein Arschloch ist - oder es ernst meint. Ich hab den Kerl noch nie an der Türe der Kantine gesehen und selbst wenn; ich hab es schon erwähnt, dass ich nie der Typ war, der sich mit dem Türsteherpersonal fraternisiert hätte, um irgendwelche Vorteile daraus zu ziehen. Dennoch habe ich den hier noch nie gesehen. Das macht mich ganz wild. Nüchtern bin ich ja auch nicht.&lt;br&gt;
Und ich denke an meine Worte. Gestern Nacht. Heute. Vorhin. Bei der anderen Türsteher-Situation. Als ich meinte, dass ich meine Würde weder an der  Türe noch beim Türsteher abgeben würde… Jetzt sieht das ganz anders aus. Vorhin war ich nur angesoffen und hielt mich für cool. Nun aber hatte ich eine beschissene Nacht hinter mir und habe seit langer Zeit mal wieder was mit meiner Nase gemacht. Was sollte ich denn machen, wenn sie mich nicht rein lassen würden? Etwa heimgehen?&lt;br&gt;
Unvorstellbar (Das Auto ist jetzt ohnehin noch Tabuzone)&lt;br&gt;
Not.&lt;br&gt;
Macht.&lt;br&gt;
Unterwürfig. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Doch so weit ist es noch nicht. Alex bleibt ganz cool und erklärt sein Bedauern: „Tut mir leid meine Herren. Das war richtig loco von uns, ihren schönen Parkplatz zu missbrauchen. Wir hätten dabei mehr Umsicht walten lassen sollen. Wie können wir die Situation bereinigen?“&lt;br&gt;
„Na. Erst einmal könnt ihr euren Müll aufräumen.“&lt;br&gt;
Beide: „Mhm.“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie zwei Schuljungen gehen wir zu der Stelle zurück, an der wir die Flaschen stehen ließen. Während ich wie ein begossener Pudel und totalst deprimiert über die Situation bin, lacht sich Alex kaputt: „Jetzt lass doch den Kopf nicht hängen. Scheiß. Drauf. Die wollen sich nur auf uns einen runter holen. Und. Seien wir ehrlich. Ganz Unrecht haben sie im Prinzip auch nicht.“&lt;br&gt;
„Hm… Naja… Aber muss man so mit deinen Kunden umgehen?“&lt;br&gt;
„Das ist ja das Schöne. Wenn wir drin sind. Dann kack ich ihnen in den Laden. Mitten rein.“&lt;br&gt;
Das ist so hohl und prollig, dass ich lachen muss.&lt;br&gt;
„Ja lach du nur“, grinst mich Alex an. „Aber das ist der Deal. Bist du erst mal drin, dann ist es viel schwerer rauszufliegen, als reinzukommen. Denn drinnen müssen sie dich erwischen. Draußen… Draußen ist einfach nur draußen.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/22/text-nacht-159-draussen-einfach-draussen-15779005/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-21:/2013/04/21/job-guerilla-15775322/</id><title>Alle machen nur ihren Job - Guerilla</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/21/job-guerilla-15775322/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-21T17:02:28+02:00</published><updated>2013-04-21T17:02:28+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;„Hast du das hier gelesen?“&lt;br&gt;
„Ge-le-sen? Ich lese doch keine BILD-Zeitung. Das ist immer nur ein besseres Bilder angekucken.“&lt;br&gt;
Schneiderin: „Wer hat die überhaupt gekauft?“&lt;br&gt;
Ich antworte nicht.&lt;br&gt;
 „Aha. Am Ende will es wieder keiner gewesen sein… Aber der Artikel hier ist gut. Der mit dem Krebs. Passt auch gut zum Thema. Willst du ihn hören? Also gut.&lt;br&gt;
Ein Mann arbeitet in einer Firma mit Chemikalien. Nach Jahren stellt sich heraus, dass eine dieser Chemikalien Krebs erzeugt und das Erbgut verändert, was der Chef auf einer Fortbildung erfährt. Weil der Chef ein lockerer Kerl ist, sagt er nur seinem Lieblingsmitarbeiter was los ist und geht davon aus, dass der das weitersagt. Der Liebling aber denkt im Gegenzug, dass der Chef die anderen Mitarbeiter informiert. Die arbeiten also fröhlich weiter mit der Flüssigkeit – und sehen natürlich keinen Grund um sich Handschuhe anzuziehen. Die Jahre ziehen in das Land und einer der betreffende Mitarbeiter bekommt Nachwuchs. Leider ist das Kind behindert. Kurz danach erfährt er, dass dieser Indikatorstoff eben das Erbgut schädigt und Krebs erzeugt. Der Chef weißt alle Schuld von sich.“&lt;br&gt;
„Gab es da denn keine Schulung?“&lt;br&gt;
„Scheinbar nicht. Hmm… Steht hier nicht.“&lt;br&gt;
„Normal wird man da doch geschult. Und muss dann dafür unterschreiben.“&lt;br&gt;
„Wie gesagt: Steht hier nicht. Dafür aber, wie es weiter ging. Der Chef stellt sich als Unschuldslamm hin, außerdem ist ja gar nicht bewiesen, dass das Kind deswegen behindert ist. Das muss dann so gewesen sein wie die Debatte damals beim Rauchen; erzeugt Krebs: „Jaha.“ Aber DIESEN Krebs?&lt;br&gt;
Auf jeden Fall  kommt der Chef davon und der Arbeiter bleibt bei der Firma. Das sieht auf den ersten Blick sehr unglaubwürdig aus, doch wenn man die Geschichte zu Ende liest, versteht man warum. Der Mitarbeiter mit dem behinderten Kind träufelt nämlich die Chemikalie in den Kaffee des Chefs: Jeden Tag. Natürlich um sich zu rächen. Und jetzt wird es eigentlich erst interessant. Der Chef bekommt Wind davon und zeigt den Mitarbeiter an – und der kommt wegen schwerer Körperverletzung dran.“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich: „Das ist das Ende der Geschichte?“&lt;br&gt;
„Das ist das Ende. Verstehst du die Ironie nicht?“&lt;br&gt;
„Doch klar. Aber es geht halt um Vorsatz.“&lt;br&gt;
Die Guerilla-Schneiderin sieht mich abwertend an: „Pf… Vorsatz… Das ist doch nur so ein Unwort um sich herauszureden. Es geht nicht um Absichten. Sondern um Taten. Das ist einfach eine Frechheit!“ &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Koji steigt zu uns in den Van.&lt;br&gt;
Er hat den Peressigsäure-Behälter verkabelt und drückt der Schneiderin die Fernbedienung in die Hand. Ohne große Diskussionen aufkommen zu lassen löst sie das Ding aus. Die Explosion ist verheerend. Sehr gut.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir starren mit offenen Mündern aus dem Fenster.&lt;br&gt;
„Bleibt nur noch ein Problem“, meine ich, als ich meine Sprache wieder gefunden habe.&lt;br&gt;
„Welches?“ Fragt Koji nach, während wir drei noch immer auf den Krater glotzen.&lt;br&gt;
„Wie bekommen wir das Gebäude geräumt?“ Ich drehe mich zur Schneiderin um. „Ich meine. Jedes Gebäude ist heutzutage mit Wachleuten gesichert. Ganz besonders wenn es leer steht und einen wirtschaftlichen Nutzen hat. Wie also bekommen wir die Arbeitssklaven aus dem Gebäude?“&lt;br&gt;
„Ich hab schon darüber nachgedacht“, entgegnet die Schneiderin. Wir sehen uns an. „Das ist fast so, als würden die Firmen Geiseln nehmen, um ihre Anlagen zu beschützen: Sie müssen nur jemand bezahlen, der vor Ort ist und schon sind sie vor Anschlägen sicher, nicht wegen der Arbeit der Wachleute, sondern wegen ihrer körperlichen Gegenwart. Denn was gerade noch Sachbeschädigung war, ist im nächsten Moment Mord. Das ist wirklich ziemlich clever. Wachleute sind die menschlichen Schutzschilder der Unternehmen. Das begreifen Wachleute wahrscheinlich gar nicht. Es ist gar nicht ihre Absicht als menschliches Schutzschild zu agieren.“&lt;br&gt;
„Du kommst mir jetzt aber nicht mit so einem Absichten-zählen-nichts-sondern-es-geht-um-Taten-Ding, oder? Die machen doch auch nur ihren Job. Das sind arme Schweine wie du und ich.“&lt;br&gt;
„ALLE machen nur ihren Job. Das ist doch das Problem.“ Die Schneiderin lässt den Motor an: „Und wir werden auch unseren Job machen.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/21/job-guerilla-15775322/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-20:/2013/04/20/daft-punk-akustikversion-15773574/</id><title>Daft Punk - Akustikversion :)))</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/20/daft-punk-akustikversion-15773574/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-20T22:15:28+02:00</published><updated>2013-04-20T22:15:28+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Das ist geil &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt; &lt;/p&gt;
	




	&lt;p&gt;Die Kritik kann man verstehen &lt;img src="/img/smilies/graylaugh.gif" alt=":))" class="middle" border="0"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/20/daft-punk-akustikversion-15773574/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-20:/2013/04/20/chamaeleongespraeche-15772438/</id><title>Chamäleongespräche</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/20/chamaeleongespraeche-15772438/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-20T13:51:42+02:00</published><updated>2013-04-20T13:51:42+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Gestern saß ich so dabei, daneben besser gesagt, wie sich eine Bekannte von mir mit einer Arbeitskollegin unterhielt und sie sich über Arbeitstechnische Dinge empörten. Für mich war das wie die Begleitung auf einer Weihnachtsfeier zu sein, wo man zum Thema einfach nichts zu sagen hat und an seinem Wein nippt. Sie empörten sich mehr und mehr über die „Zustände“ und mich, mich hat das gar nicht so beeindruckt, weil das ganze Arschlochmäßige was da angeprangert wurde, auch in mir und meinen Launen schlummert. Ich sagte dass dann auch. Anstatt jetzt gekreuzigt zu werden schwenkte die Arbeitskollegin um und versucht das Ganze dann schön zu reden, wohl um vor mir besser dazu stehen. Interessante Beobachtung. Der hab ich wohl gefallen, wahrscheinlich, da ich den Mund hielt; da bin ich immer gleich viel sympathischer. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es wurde auch schnell von ihr erwähnt, dass sie „Single“ sei und noch den Richtigen suchen müsse, wobei ich noch total fasziniert davon war, wie schnell man umfallen kann, wenn man jemand anderem gefallen will. Selbst ist mir das bestimmt auch schon passiert, aber wahrscheinlich habe ich es in dem Moment auch nicht bemerkt, wie schnell der Spin mit dem man voller Verve seine Meinung geigt, sich ändern kann. Wie schnell man sich anpasst, wenn man glaubt Aussichten auf Erfolg zu haben, wie rasch und unterbewusst Konzessionen beschlossen werden, und das nicht einmal mehr checkt. Wahrscheinlich machen andere Menschen solche Beobachtungen öfters, kennen diese Umstände, ich jedoch bin in solchen Dingen ziemlich dumm und stumpf, registriere so etwas gar nicht. Oder doch. Vielleicht unterbewusst. Denn ich zog mein Smartphone heraus und schickte meiner Freundin Herzen und Küsse.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/20/chamaeleongespraeche-15772438/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-19:/2013/04/19/sendung-namen-folge-15-himmel-15769858/</id><title>Sendung ohne Namen - Folge 15 - "Himmel"</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/19/sendung-namen-folge-15-himmel-15769858/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-19T16:04:17+02:00</published><updated>2013-04-19T16:04:17+02:00</updated><content type="html">	




&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/19/sendung-namen-folge-15-himmel-15769858/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-19:/2013/04/19/text-nacht-158-raving-society-15769613/</id><title>Der Text zur Nacht (158) Raving Society</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/19/text-nacht-158-raving-society-15769613/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-19T14:15:48+02:00</published><updated>2013-04-19T14:21:06+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;An die Taxifahrt kann ich mich nicht mehr im Detail erinnern. Das ist meistens so bei mir, wenn ich mit der Taxe unterwegs bin und im Gegensatz zu sonst nicht selbst fahren muss. Besonders. Wenn ich druffgezogen bin. Der Blick geht durch das Fenster frei gerade aus. Bleibt nicht wirklich an etwas hängen. Auch. Wenn man freilich wahrnimmt, dass da draußen etwas ist. Der Weg ist ja nun wirklich nicht weit vom Hauptbahnhof bis zur Kantine, die eigentlich „Musikkantine“ heißt und in einem Areal liegt, das früher ein amerikanischer Armeestützpunkt war.&lt;br&gt;
Alex erzählt mir was, plaudert auf mich ein. Ausgelöst (vermute ich) von einem Halbsatz des Taxifahrers, der meinte, dass um die Uhrzeit doch nur lauter Verrückte noch oder wieder in der Kantine seien. In unserer Sprache meint er wohl die Afterhourkaputten. In seiner: Die drogensüchtigen Technodeppen. Was Alex zum Anlass nimmt über die Abgehobenen Bar-25-Technoidioten zu schimpfen, die auch dieses Denken hätten: Die da draußen – wir hier in unserer Welt. Was er für totalen Bullshit hält, weil es früher eben NICHT so war, weil da früher alle zusammen gefeierten hätten, deswegen rief damals doch Jürgen Laarmann die „Raving Society“ aus, während jetzt alle nur in ihren schwulen Clubs (das aus seinem Mund) und Eventpartys herumhängen würden. Und einen auf einer Underground und „Besonders“ machen würden. Das hatten wir doch eigentlich schon hinter uns. Dieses „Bessergefühle“.&lt;br&gt;
Obwohl.&lt;br&gt;
Ich weiß eigentlich gar nicht ob der Alex jetzt mit mir oder dem Taxifahrer oder sich selbst gesprochen hat; bin etwas verwirrt, die Situation ist unklar. Es scheint aber niemanden zu stören. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Der Mercedes polter über Kopfsteinpflaster. Dann sind wir schon da.&lt;br&gt;
Na ja. PLÖTZLICH denke ich: Schon. Aber eigentlich. Hat das eine Ewigkeit hierher gedauert. Der neue Fleming aber, der sich nicht mehr schämt dicht zu sein, blickt nicht zurück. Vergibt sich selbst die Schuld wie die Unschuld –es ist ihm einfach egal – und sieht nach vorne.&lt;br&gt;
Ich bezahle den Mann am Steuer.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Erst mal austrinken“, gibt Alex die Richtung an, als das Taxi wieder abgedampft ist. Wir stehen noch ein paar Meter entfernt vom Eingang und halten unsere Flaschen an unsere Luken, küssen das Bier in uns hinein.  &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bei Tag sieht die Kantine etwas kafkaesk und geheimnisvoll aus, da die umliegenden Gebäude längst abgerissen wurden und sich so ein großer, wildumwucherter Parkplatz auftut, der sich selbst nur aussieht wie eine asphaltene Wunde in einem Planeten aus Stein. Man hört Autos vorbeifahren, drüben von der Ackermannstraße. Irgendwo in der Richtung, ein paar Kilometer weiter steht mein einsames Auto – daran denke ich aber nicht. Auch nicht, wie ich überhaupt nachhause kommen soll…&lt;br&gt;
„Ich kann das nicht so schnell reinpressen, zu viel Kohlensäure“, gebe ich japsend zurück. Außerdem irritiert mich das Licht hier. Es ist viel zu hell. Druff und dreckig sein fühlt sich eher im Dunklen gut an.&lt;br&gt;
„Kein Problem“, wiegelt Alex ab.&lt;br&gt;
„Wie wär es drinnen mit etwas Kristallen?“ Ich frag das einfach so dahin. Alex sieht mich im Abschluss etwas abschätzig an. Wiegt seine Flasche leicht hin und her.&lt;br&gt;
Ich: „Ist doch jetzt auch schon egal.“&lt;br&gt;
Er zögert. Dann. „Nun. Auch wieder wahr. Hast du Geld?“&lt;br&gt;
„Kriegen wir hin.“&lt;br&gt;
„Passt“, und sofort schweift er wieder ab: „Hast du eigentlich das Buch Kokain gelesen?“&lt;br&gt;
„Welches Buch?“&lt;br&gt;
„Kokain. Das heißt so.“&lt;br&gt;
„Nä… Worum geht es denn da?“&lt;br&gt;
„Du Witzbold. Um Koks natürlich!“&lt;br&gt;
„Ja. Sorry. Mussd du verstehen. Ist eher spät und so. Oder früh? Hm…“&lt;br&gt;
„Eh klar. Kein Thema. Das Buch ist von Pitigrilli.“&lt;br&gt;
„Wie auch immer.“ (Schluck)&lt;br&gt;
„Auf jeden Fall geht es darin um das Recht auf Rausch. Dass der Mensch die Wahl haben sollte, ob er kurz und intensiv leben will oder langsam und normal. Das wird an der Geschichte eines jungen Manns erzählt, der sich im letzten Jahrtausend mit Hilfe von Koks ein gutes Leben aufbaut und es dann wieder an die Wand fährt. Rainer Werner Fassbinder wollte das verfilmen, ist aber vorher gestorben.“&lt;br&gt;
„Nie gehört.“&lt;br&gt;
„Aber Fassbinder hat sich vorher totgekokst.“&lt;br&gt;
„Davon habe ich gehört. Hm… Er wäre wohl der ideale Regisseur für das Buch gewesen.“&lt;br&gt;
„Genau!“ Alex ist voll euphorisch und wir lassen die Flaschen klirren. Und ich erinnere mich kurz daran, dass Fassbinder nie gerade den glücklichsten Eindruck gemacht hat. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Lass mal reingehen.“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir stellen die Flaschen auf dem Boden ab und gehen zum Eingang. Ein paar Leute steigen in ein Taxi, sonst sind nur die Türsteher zu sehen. Die lachen über irgendetwas und werfen sich Blicke zu.&lt;br&gt;
„Servus“, nicke ich dem Nächststehenden dieser Mannschaft zu und will reingehen.&lt;br&gt;
„MOMENTCHEN MAL“, meint der darauf nur.&lt;br&gt;
Ich: „Hä?“&lt;br&gt;
„Ihr kommt hier nicht rein!“&lt;br&gt;
„Ja wie jetzt?“&lt;br&gt;
„Tja. Wenn ihr überall euren Müll verteilt, dann braucht ihr euch nicht wundern!“&lt;br&gt;
„Hä?“&lt;br&gt;
„Eure Flaschen da vorne!“ Der Mann zeigt in die Richtung, wo irgendwo zwei leere Flaschen stehen müssen. Ich fasse es nicht. Fühle mich jetzt auch wie Flasche leer… Das war der PLAN! Bobby ist da drin, mein letzter Freund: ICH MUSS DA REIN!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/19/text-nacht-158-raving-society-15769613/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-15:/2013/04/15/text-nacht-157-peace-15758348/</id><title>Der Text zur Nacht (157) Peace</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/15/text-nacht-157-peace-15758348/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-15T19:43:12+02:00</published><updated>2013-04-15T20:32:05+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Ich lach den an. Und der. Lacht zurück.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dann sehe ich, aus den Augenwinkeln oder aus einer von mir unbewusst gemachten Körperdrehung heraus, ein Mädchen vorbeilaufen, dass aus meiner druffgerotzten Perspektive so aussieht, wie meine Ex, doch nicht wie die Frau, die sie jetzt ist, sondern das liebenswürdige Mädchen, das sie einmal war. Es sticht im Herzen.&lt;br&gt;
Eine Nanosekunde lang sehe ich unsere gute Zeit vor uns, „die fetten Jahre“, symbolisiert einfach nur dadurch, wie sie mich angelacht hat und in der nächsten Millisekunde schwappt all die Schlechtness über mich hin drüber, die mehr als biblischen „mageren Jahre“, in der in vielen Beziehungen dafür bezahlt, mit Zins und Zinseszinsen, für all das Glück, das man einmal erleben durfte. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mit dem Speed in meiner Birne ist da (auch wenn ich es mir nicht bewusst eingestehen will und kann) wieder dieses Feeling, der Schuld. „Ich darf doch nicht druff sein. Ich hab es ihr doch versprochen… Ich liebe sie doch so sehr.“ Diese Gedanken sind wahr. Echt. Und ehrlich… Dabei weiß ich ganz genau, dass jeder dieser Sätze mit „ICH“ angefangen hat und eben nicht mit ihr. Es fängt immer mit dir selbst an - und endet mit anderen... Das. Ist die Wahrheit. Und somit mehr als nur ein Wortspiel.&lt;br&gt;
Ich weiß noch genau wie ich es ihr das erste Mal gestanden hab, mit den Drogen. Versprach. Brach… Das zweite Mal. Das DRITTE MAL. Und es immer wieder versiebte. Nicht aus Bosheit. Oder weil ich einfach nur ein notorischer Lügner war. Sondern weil ich nicht anders konnte. Ich wollte… Beides. Und das ging nicht. Überhaupt gar nicht. Und so erzeugte ich das Gegenteil von dem was wollte: Paranoia auf beiden Seiten. Misstrauen. Hass. Entfremdung.&lt;br&gt;
Darf ich überhaupt auf sie und Sierra böse sein?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Irgendwann war es dann doch geschafft. Mit mir und den Substanzen. Doch dann war es schon zu spät. Zu viel war geschehen. Oder auch zu wenig. Schwer ist es zu sagen. Und mein kleines Mädchen war nicht mehr mein kleines Mädchen, sondern ein von mit modellierter und abgemeiselter Stein; unbewusst hatte ich das getan. Aber. Ich hatte es getan.&lt;br&gt;
Wegen dem schlechten Gewissen über meine Sucht, trug ich sie auf Händen. Gab ihr alles was ich hatte. Ebnete ihr den Weg – egal wohin. Gab mit vollen Händen, was ich noch in meinen Taschen hatte. Ich wollte sie nicht kaufen. Ich wollte den Betrug ungeschehen machen. Man kann aber aus Taten keine Untaten machen. Es gibt nur: Taten. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Noch eine Nanosekunde.&lt;br&gt;
Der Moment. In dem ich sie verlor. Als ihre Psychologin zu ihr meinte (nachdem sie von meinen Lügen und der Drogensucht erzählt hatte), was sie eigentlich noch bei mir wolle? – So viel zum Thema, dass ein Psychologe nicht werten würde. Und sie. Liebte mich noch und lachte darüber: Mich wollte sie sich nicht ausreden lassen. Ein Jahr später war es dann doch passiert. Wahrscheinlich war Sierra die bessere Alternative für sie. Deswegen hasse ich die Psychologen so sehr. Weil sie mir nahmen, was ich so fest umklammert hatte. Psychologen sehen nur den Patienten. Dem wollen sie helfen. Das Umfeld ist egal, kann – wenn es Probleme bekommt – selbst zum Psychologen gehen.&lt;br&gt;
Ich fühle auch jetzt, wo ich dicht bin. Die Schuld in mir. Schuld und Rausch sind für mich eins geworden. So wurde ich konditioniert. Von der Liebe. Die nicht ausreichte…&lt;br&gt;
In Daniel Kehlmanns „Ich und Kaminski“ heißt es:&lt;br&gt;
„Was belastet dich?“&lt;br&gt;
„Nichts.“&lt;br&gt;
„Dann wirf das weg.“&lt;br&gt;
Momentmal… Das habe ich doch schon alles gedacht, gefühlt und erlebt. Hier. Im Text.&lt;br&gt;
Irgendwo bellt Rupert der Hund, lenkt mich aus meinen Gedanken ab und ich fixiere wieder Alex.&lt;br&gt;
„Hast du deinen Kollegen erreicht?“&lt;br&gt;
„Ähm. Ja. Das habe ich. Ist in der Kantine.“&lt;br&gt;
„Sehr fein.“ Reicht mir ein Bier.&lt;br&gt;
Ich: „Boah, ich weiß nicht ob ich das so reinpressen kann.“&lt;br&gt;
„Kannst du.“&lt;br&gt;
Und schluck.&lt;br&gt;
Alkohol ist ja keine Lösung. Davonlaufen auch nicht. Aber so ein wenig. So ein bisschen. Hilft das Bier dann doch. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Auf zu den Taxen!“ ist der Schlachtruf von Alex und ich muss (MUSS) einfach diesen so ausgenudelten Raver-Ausdruck hinterher werfen, ganz egal wie prollig und doof er auch ist; es ist ja auch irgendwo so WAHR: „Abfahrt!“&lt;br&gt;
Wir lachen und gehen durch den Bahnhof zu den Taxen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In der kurzen Halle: Menschen. Normale Menschen, geschäftige Ameisen, die irgendeinem höheren Ziel und Ruf folgen, den ich jetzt nicht so ganz verstehen kann. So zielorientiert und aufgeräumt wie die aussehen. In diesem glattpolierten, bayrischen Bahnhof. Die Normalität der Menschen erschrickt mich etwas. Wahrscheinlich liegt das an der Enge des Raumes… Ja. Wahrscheinlich liegt es daran. Nur schnell wieder raus hier.&lt;br&gt;
Und draußen, wo mir das Licht(Licht) des Tages entgegen scheint, habe ich meinen Frieden mit ihr und Sierra gemacht. Mit Berlin. Den Menschen – Allem. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Peace: Das fühlt sich doch mal ganz entspannt an. Wo geht´s hier jetzt weiter? Ach ja. Da. Ab ins Taxi.&lt;br&gt;
Und ich hüpf da gleich so ins Taxi rein. Voller Elan und Schwung. Super gut gelaunt UND mit Bier in der Hand. Und blicke in das Gesicht eines indischen Mädchens, dass mich mit total weit aufgerissenen Augen übelst erschreckt anstarrt… Vorne Ist noch ein Inder. Ohne Turban aber man sieht das sofort. Dass der mit nicht mit rechts die Hand geben würde. Und daneben der Taxifahrer. Alle. Gaffen mich verständlos an. Und ich fange an zu Lachen. Wild und total verrückt. Sage nur doof und druff: „Scheiße!“ „Sorry“ und steige wieder aus. Werfe immer noch übelst lachend die Türe wieder zu und sehe Alex an dem Taxi DAHINTER stehen, der nur den Kopf schüttelt und meint: „Bist du ein Trottel.“ Ich lache nur weiter. Fasst hätte ich das Bier fallen lassen. So biegt es mich herum. So wie vorhin Sierra über mich gelacht hat. Ich aber. Kann nur über mich selbst lachen. Wie doof ich eigentlich bin. Dass ich in das falsche Taxi gehüpft bin. So viel zum Thema „Peace“ und locker Druffsein. Vorsichtig Fleming. Ganz vorsichtig. Übertreib es nicht.&lt;br&gt;
Ich steige lachend zu Alex in die Taxe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/15/text-nacht-157-peace-15758348/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-15:/2013/04/15/daft-punk-get-lucky-feat-pharrell-and-nile-rodgers-official-15758112/</id><title>Daft Punk (neue Single?) - Get Lucky feat. Pharrell and Nile Rodgers (Official)</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/15/daft-punk-get-lucky-feat-pharrell-and-nile-rodgers-official-15758112/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-15T18:11:16+02:00</published><updated>2013-04-15T20:28:15+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Ist jetzt nicht das war ich erwartet hätte &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt; aber was solls? Wäre ja auch langweilig wenn sie nur die Mördertunes raushauen würden &lt;img src="/img/smilies/graysmilewinkgrin.gif" alt=";D" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	




&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/15/daft-punk-get-lucky-feat-pharrell-and-nile-rodgers-official-15758112/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:blixavsfleming.blog.de,2013-04-14:/2013/04/14/gestern-heute-15754557/</id><title>Gestern war nicht heute</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/14/gestern-heute-15754557/"/><author><name>Fleming</name></author><published>2013-04-14T13:59:38+02:00</published><updated>2013-04-14T13:59:38+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Komisch… So KOMISCH es auch ist, denn, man weiß ja, dass dieses Gefühl zum Kater dazugehört. Dazu bedarf es keines Filmrisses, sondern es genügt schon die vage Ahnung, sich nicht mehr an alles erinnern zu können. Wobei der menschliche Verstand sich ohnehin nie an jedes Detail erinnern kann. Dennoch hat man das KOMISCHE Gefühl, dass da etwas fehlt. Etwas Wichtiges. Wenn auch nichts Großes. Kein ganzer Handlungsstrang, sondern nur ein Detail. Ein Wort. Eine Begebenheit. Und obwohl man aus Erfahrung weiß, dass das irgendwie zum Hangover dazugehört, wundert man sich doch immer wieder über dieses Gefühl… Komisch…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Noch aus dem Bett heraus verschickt er via Whatapp die selbstgemachten Fotos der Nacht. Viel umarmt wird da, gelacht und getanzt. Teilweise affig in die Linse posiert. Während wie im Zeitraffer die Augen immer glasiger und die Gesichter immer roter werden, die Gesten ausgelassener und bei manchen auch narkotischer. Es sind nette Bilder, nichts besonderes. Ohnehin waren sie nur auf einer Bauernparty im Partyzelt gewesen, wo der Schnaps ebenso billig war wie die Musik. Trotzdem und gerade deswegen konnten sich alle darauf einigen.&lt;br&gt;
Sein Gefühl zu gestern ist gut. Er war mit Freunden unterwegs gewesen, mit denen man eben nicht häufig etwas macht und noch seltener zusammen Alkohol trinkt, was das Ganze sehr herzlich und „total“ werden ließ. Gerade durch den Alkohol.  Kein Grund also, um sich für etwas zu schämen.&lt;br&gt;
Dennoch… KOMISCH.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Komisch ist es auch, dass nach einer halben Stunde noch keiner von den Freunden der Nacht auf Whatsapp geantwortet hat, obwohl sie alle schon einmal heute online waren. Man MUSS ja nicht antworten, das sagt ja keiner. Doch bei vier angewählten Smartphones ist das eher ungewöhnlich. KOMISCH. Aber kein Drama. Dazu dieses KOMISCHE Gefühl in sich drinnen, etwas in der Nacht verloren zu haben. Auch wenn er sich beim besten Willen an keinen Umstand und keine Gelegenheit erinnern kann: Der Alkohol ist die beste Nebelmaschine von allen. Er verschleiert die Dinge nicht nur, er lässt sie auch komische Formen annehmen. Mystische Schatten, die man schwer deuten kann… Wie war das noch mal? Komisch…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach etwa einer Stunde setzt er überall einen zwinkernden Smiley dazu. Dann schreibt doch Angela zurück. Was das denn jetzt solle? So nach gestern?&lt;br&gt;
Wie jetzt?&lt;br&gt;
Na weil er doch die Inken gestern so begrabscht hat. Da braucht er nicht hier auch noch doof herum zwinkern und so tun, als wäre nichts passiert?&lt;br&gt;
Die Inken? Ne.. Hab ich nicht.&lt;br&gt;
Jetzt hör aber auf!&lt;br&gt;
Hab ich nicht!&lt;br&gt;
Wir haben es doch gesehen!&lt;br&gt;
… &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Komisch…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Er schreibt seinem besten Freund. Dem Kai. Und jetzt antwortet auch er ihm. Was ihm denn eigenfallen sei? Erst die Inken begrabschen und dann ihm eine runter hauen. Sorry. Alkohol. Ist da keine Ausrede. Denn wer betrunken ist, der ist doch immer noch er selbst und kein anderer und macht dann auch nur das, was er sich nüchtern nicht traut. Das ist nicht KOMISCH. Immerhin ist Inken Kais Freundin. Und eigentlich seien sie doch ALLE Freunde.&lt;br&gt;
Die Antwort: Erst Sprachlosigkeit. Dann ruft er den Kai an. Der geht nicht hin. Jetzt schmollt er wohl…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Er schreibt dem Manuel. Der Manu würde ihm bestimmt sagen was passiert ist… Und wenn das die Angela erzählt UND der Kai… Dann… Ich meine… Warum sollten sie lügen? Er findet die Inken schon attraktiv. Hat sich daheim schon mehrmals auf sie einen heruntergeholt. Aber dass er sie angefasst haben soll? UND Kai geschlagen? Daran würde er sich doch erinnern…&lt;br&gt;
Noch hat der Manuel nicht zurückgeschrieben. Er untersucht seinen Körper und findet zwar einen blauen Fleck, doch den hatte er gestern davon bekommen, weil er betrunken gegen ein stehendes Auto gelaufen war. Das weiß er genau. Oder?&lt;br&gt;
Komisch… Er kann sich nicht erinnern… So GAR nicht!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Er drückt auf das Gesicht von Manuel und das Handy sucht die Nummer raus. Es klingelt.&lt;br&gt;
„Hey ähm… Morgen!“&lt;br&gt;
Manuel: „Uääähh… Alter… Weißt du wie spät es ist?“&lt;br&gt;
„Es ist mittags. Egal. Du musst mir einen Gefallen tun.“&lt;br&gt;
„Das ist schlechtes Deutsch…“&lt;br&gt;
„Sag mir bitte: Hab ich gestern irgendwie Trouble veranstaltet?“&lt;br&gt;
„Hä? Wasn los? Du klingst so komisch…“&lt;br&gt;
„Der Kai sag, ich hätte ihn geschlagen und seine Freundin angemacht.“&lt;br&gt;
Da lacht der Manuel. „Ach Alter… Einen Scheiß hast du gemacht.“&lt;br&gt;
„Ehrlich?“&lt;br&gt;
„Ehrlich.“&lt;br&gt;
„Wie kommen die dann darauf? Warum erfinden die das?“&lt;br&gt;
„Na weil du gestern ziemlich voll warst. Die fanden das KOMISCH dich zu verarschen. Haben sie noch im Auto erzählt… Weil du so knülle warst. Dem Kai war klar, dass du nen Filmriss haben musst.“&lt;br&gt;
„So ein Arsch! Warum macht der das? Mich hat das voll wahnsinnig gemacht, weil ich mir nicht mehr sicher war.“&lt;br&gt;
„Jetzt kannst du dir es ja sein.“&lt;br&gt;
„Warum verarschen die mich? Wir sind doch alles Freunde!“&lt;br&gt;
„Echt jetzt? Kam mir gestern gar nicht so vor? Also du musst schon ganz schön voll gewesen sein um zu denken, dass wir alle Freunde sind…“&lt;br&gt;
„Komisch…“&lt;br&gt;
„Hm?“&lt;br&gt;
„Ach, dann war das mein Blackout. Die Sache, die ich vergessen habe.“&lt;br&gt;
„Du machst mir etwas Sorgen Alter.“&lt;br&gt;
„Ich dachte wirklich. Wir wären Freunde. Komisch… Wie naiv einen Alkohol machen kann.“&lt;br&gt;
"Ich fands aber witzig gestern."&lt;br&gt;
"Ich auch... Dachte ich..."&lt;br&gt;
"Ne... War schon gut."&lt;br&gt;
"Ich weiß ja echt nicht."
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://blixavsfleming.blog.de/2013/04/14/gestern-heute-15754557/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry></feed>
